Segeln olympisch
Buhl kämpft um die dritte WM-Medaille

Das WM-Finale naht, und Philipp Buhl ist im Kampf um seine dritte Medaille trotz Patzer wieder vorgerückt. Ein zweiter Rang lässt hoffen

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 17.05.2016

JLDigitalMedia.net Zwei Tage und vier Rennen bleiben dem Allgäuer Philipp Buhl zur Aufholjagd und für den Griff nach der erhofften dritten WM-Medaille

Lasersegler Philipp Buhl hat die Hauptrunde bei der Weltmeisterschaft in Mexiko mit einem verpatzten und einem Klasserennen eröffnet. Weil bei der langen siebentägigen Serie zwei Ergebnisse gestrichen werden können, belasten weder die Disqualifikation vom zweiten WM-Tag noch der Aussetzer von Montag Buhls WM-Konto. Der Sonthofener ist auf Platz sieben vorgerückt und hat zwei Tage und vier Wettfahrten vor WM-Ende nur noch zehn Punkte Rückstand auf den Bronze-Platz. Ein weiteres hohes zweistelliges Ergebnis darf sich der 26-jährige Steuermann vom Segelclub Alpsee-Immenstadt in den ausstehenden zwei Tagen und vier Wettfahrten nun aber nicht mehr leisten, wenn er seine dritte WM-Medaille nach Bronze 2013 und Silber 2015 gewinnen will.

JLDigitalMedia.net Schöne Fotostudie von Titelverteidiger Nick Thompson aus England

Spitzenreiter im Feld der 112 Starter aus 51 Nationen ist weiterhin der britische Titelverteidiger Nick Thompson (23 Punkte) vor dem Franzosen Jean-Baptiste Bernaz (27 Punkte) und dem neunmaligen Laser-Weltmeister und Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt aus Brasilien. Auf Scheidt hat Buhl 10 Punkte Rückstand. "Es sind noch vier Rennen und ich werde bis zur letzten Minute nicht aufgeben", sagte Buhl, der zu den größten olympischen Hoffnungsträgern der deutschen Segel-Nationalmannschaft zählt.

JLDigitalMedia.net Der neunmalige Laser-Weltmeister Robert Scheidt präsentiert sich drei Monate vor der olympischen Regatta in seiner Heimat in bester Form

Für YACHT online berichtet Buhl täglich morgens von seinen Rennen auf dem WM-Kurs vor der Riviera Nayat, die sich mit siebenstündiger Zeitverschiebung zu Deutschland ereignen. Seinen wechselhaften fünften Wettfahrttag kommentierte Buhl so: "Das Ziel für die Hauptrunde mit sechs Rennen ist natürlich, sich die Option für den zweiten Streicher für einen möglichst späten Zeitpunkt aufzubewahren. Bei mir ist nun gleich das erste Rennen mit einem 38. Rang in die Hose gegangen. Da hatten wir heute mit sechs bis elf Knoten den leichtesten Wind. Da ging es einfach einmal über die linke Seite. Das war sehr ungewöhnlich für das Revier. Mein Start war gut, mein Speed war gut. Dann bin ich zu früh auf die Layline gefahren und das war – anders als in den Rennen davor – leider richtig, richtig teuer."

Über das zweite Rennen des fünften WM-Tages hatte Buhl Erfreulicheres zu berichten: "Da habe ich bei bis zu 20 Knoten Wind geführt und dann ein bisschen 'piano' gemacht. Denn wenn ich da noch einmal eine gelbe Flagge kassiere, dann ist es schnell einmal ein nicht streichbarer letzter Platz, also eine Disqualifikation." Buhls Zwischenbilanz vor dem zweitägigen Endspurt: "Es ist noch viel, viel drin."

JLDigitalMedia.net Buhl kämpft um jeden Punkt für sein WM-Konto

Hier geht es zu den Zwischenständen

JLDigitalMedia.net Die WM-Flotte versammelt sich im mexikanischen Revier zum Start


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Themen: Jean-Baptiste BernazLaserNick ThompsonPhilipp BuhlRobert ScheidtWeltmeisterschaft

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