Segel-Weltmeisterschaft
Buhl eröffnet sicher, Spanien-Armada kassiert Dämpfer

Laser-Ass Philipp Buhl hat die WM in Aarhus vielversprechend eröffnet. Drei spanische 49er-Crews wurden schon vor WM-Start vom ersten Rennen disqualifiziert

  • Tatjana Pokorny
 • Publiziert am 03.08.2018
Philipp Buhl Philipp Buhl Philipp Buhl

tati Philipp Buhl

Lasersegler Philipp Buhl ist erfolgreich in die Segel-Weltmeisterschaft vor Aarhus gestartet. Der Weltcup- und Kieler-Woche-Sieger eröffnete seinen Kampf um die WM-Krone mit den Rängen 4 und 3 als Gesamt-Fünfter überzeugend. «Das war solide», sagte der 28-jährige Sonthofener, «ich hatte gute Starts, war an der ersten Wendemarke immer in den Top Fünf und habe danach nichts mehr anbrennen lassen.»

Nach WM-Bronze (2013) und WM-Silber (2015) hatte Buhl vor Beginn der Titelkämpfe sein Ziel klar definiert: «Ich habe Sehnsucht nach dem WM-Titel.» Direkt nach den Wettfahrten wurde Buhl im Hafen von Aarhus zur Doping-Kontrolle gebeten. Was im olympischen Segelsport regelmäßig geschieht. Seine Freude trübte das nicht: «Ich bin sehr glücklich mit diesem Einstieg.» Mit starken Leistungen katapultierten sich auch die Hamburger 470er-Seglerinnen Fabienne Oster und Anastasiya Winkel (5.) vom Norddeutschen Regatta Verein und der Berliner Finn-Dinghi-Steuermann Phillip Kasüske (9.) vom Verein Seglerhaus am Wannsee in die Top Ten ihrer Flotten.

Sailing Energy Obwohl bei acht bis zehn Knoten Wind nicht seine Schokoladenbedingungen herrschten, stieg Philipp Buhl überzeugend in die Weltmeisterschaft ein

tati Die Doping-Kontrolleurin empfing Philipp Buhl im Hafen und blieb bis zum Test an seiner Seite

Einen schweren Rückschlag im Kampf um Medaillen und Olympiastartplätze dagegen musste die spanische Mannschaft schon vor dem WM-Auftakt ihrer Skiffsegler hinnehmen. Weil ihre drei 49er-Teams am letzten Trainingstag einer schnellen Katamaran-Fähre zu nah kamen und die ihren Kurs ändern und ihr Tempo stark drosseln musste, wurden die Mannschaften vorab von ihrem ersten WM-Lauf am Samstag disqualifiziert. Ihr Trainer darf seine Segler an den ersten vier WM-Tagen nicht auf dem Wasser betreuen.

Der Vorfall war den Organisatoren gemeldet worden, die sich zum Protest gegen die Crews entschieden. Die Strafe wurde in Folge einer längeren Anhörung ausgesprochen. Unter den auf diese Weise Bestraften sind zwei Co-Favoriten der 49er-Flotte: die Alonso-Brüder und Diego Botin/Diago Marra. Federico Alonso, WM-Dritter der letzten Welttitelkämpfe, sagte: "Natürlich haben wir einen Fehler gemacht, aber die Strafe erscheint doch sehr hart für einen unbeabsichtigte Regelwidrigkeit, noch bevor die Rennen überhaupt begonnen haben." Die drei Teams hatten die Fähre kommen sehen und versucht auszuweichen, konnten sich aber nicht mehr rechtzeitig und weit genug entfernen.

Am dritten Tag der Weltmeisterschaften für alle zehn olympischen Disziplinen und die Kiter sind auch die Skiff-Flotten gefordert. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zählen die DSV-Crews zum erweiterten Favoritenkreis und kämpfen wie ihre Teamkameraden um die frühzeitige Sicherung der Nationenstartplätze für die olympische Regatta 2021 im japanischen Revier von Enoshima.

Sailing Energy Machten an WM-Tag 2 fast 20 Plätze gut, segelten nur knapp am ersten Rennsieg für ein deutsches Team bei dieser Weltmeisterschaft vorbei und liegen nach vier Wettfahrten auf Platz 5: die 470er-Seglerinnen Fabienne Oster und Anastasiya Winkel

Sailing Energy Phillip Kasüske vom Verein Seglerhaus am Wannsee liegt in der Finn-Flotte gut im Rennen


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