Nordseewoche

Die "Bank" gewinnt das Edinburgh Race

Die "Bank von Bremen" holt sich den Gesamtsieg des Hochseeklassikers Helgoland–Edinburgh. "Shakti" wird Zweite, "Havkarlen" Dritte

Pascal Schürmann am 01.06.2015
Die Bank von Bremen

Die "Bank von Bremen"

Die Segelkameradschaft Das Wappen von Bremen e.V. (SKWB) gewinnt mit ihrer Vereinsyacht "Bank von Bremen", eine Judel/Vrolijk 53, unter Skipper Bodo Mall die Hochseeregatta von Helgoland nach Edinburgh, die zum Abschluss der 81. Nordseewoche ausgetragen wurde.

Die "Bank" hatte zunächst einen westlichen Kurs gesteuert, um einige Windparks zu umsegeln, bis es dann am Dienstagnachmittag Richtung Nord ging. Die vorhergesagte Flaute konnte die Crew damit geschickt auf einen kurzen Zeitraum reduzieren, und im Verlauf des Mittwochs wurde dann mit dem drehenden Wind wieder Kurs West eingeschlagen. Für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag setzte Starkwind ein, das letzte Stück im Firth of Forth ging es gegenan. Am Donnerstagmorgen überquerte die Yacht dann 7:19 (Ortszeit) nach zwei Tagen, 15 Stunden und 39 Minuten die Ziellinie am gastgebenden Royal Forth Yacht Club (RFYC).

Am schnellsten hatte die "Shakti" das Ziel erreicht, die Yacht rutschte jedoch, berechnet aufgrund ihres Handicaps, in der Gesamtwertung auf Platz zwei.

"Bank"-Skipper Mall zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Erreichten: "Ich freue mich sehr über den Sieg. Er ist für unseren Verein als etwas Besonderes zu bewerten, denn zu der Crew gehörten auch mehrere Jugendliche, die ihre erste Hochseeregatta gesegelt sind."

Die Crew der Bank von Bremen

Die Crew der "Bank von Bremen" nach der Ankunft in Edinburgh

Weniger Glück hatte die "Wappen von Bremen III" der SWKB, die ebenfalls auf die Regattastrecke gegangen war. Die Crew musste sich aufgrund der länger andauernden Flaute und zeitlicher Engpässe dazu entscheiden, die Regatta abzubrechen und nach Helgoland zurückzukehren.

Pech hatte auch die DK46 "Guts n Glory", die wegen kaputter Segel nach Newcastle ablaufen musste, sowie die Batchford "One step ahead", die wegen Wassereinbruchs aufgab. Die "Dessert d´ Alcyone" musste wegen eines gebrochenen Mittelwants das Rennen abrechen, die "Chosi 6" wegen schwerer Seekrankheit eines Crewmitglieds. Auf "Baxkiste" fiel der Strom aus, sodass die Crew ebenfalls Newcastle an der englischen Küste anlief. Und die "Tamam" hatte ab der Doggerbank kein Großfall und somit auch kein Großsegel mehr und kam nur noch mühsam voran.

Bis nach Edinburgh schafften es am Ende 22 von 33 gestarteten Schiffen. Alle Ergebnisse gibt es hier.

Die Schiffe in Edinburgh

Die Flotte der Hochseeyachten nach der Ankunft in Edinburgh

Pascal Schürmann am 01.06.2015

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