Jules Verne Trophy

Zum Äquator in neuer Rekordzeit

"Spindrift 2" wechselt nach 4 Tagen, 21 Stunden, 29 Minuten auf die Südhalbkugel – rund 17 Stunden unter dem Rekord. "Idec Sport" ist dran

Andreas Fritsch am 27.11.2015
Spindrift Äquator

Live-Bilder von Media-Crewmitglied Yann Riou

Es deutete sich seit Tagen an, nun hat das Team die erste starke Marke gesetzt. Das ideale Wetterfenster vom Start hat sich ausgezahlt, fast 13 Prozent schneller als der bestehende Rekord passierte das Boot heute Nacht um 1:31 Uhr den Äquator. Das bedeutet einen unfassbaren Schnitt von 26,99 Meilen. Das Team ist einen deutlich kürzeren Weg gefahren, rund 230 Seemeilen, und musste weniger Manöver bestreiten als Loïck Peyron 2012.

Dreieinhalb Stunden nach dem Team von Yann Guichard und Dona Bertarelli querte Francis Joyons "Idec Sport" die Linie. Boris Herrmann und sein Team liegen damit ebenfalls deutlich unter dem derzeitigen Rekord. Ihr Rückstand auf den rund neun Meter längeren Konkurrenten ist damit erstmals auch genau zu beziffern: Da sie zwei Stunden früher gestartet sind, liegen sie etwa fünfeinhalb Stunden zurück. Jetzt heißt es dranbleiben, damit es Yann Guichard nicht gelingt, beim Eintritt in den Southern Ocean ein Wettersystem zwischen sich und "Idec Sport" zu bringen.

Karte

So sieht das Wetter nach der Passage heute aus. Wer erwischt das erste Tief am besten?

Von Bord meldete sich kurz vor der Passage des Äquators Yann Guichard:" Wir mussten eine Menge Manöver fahren, manchmal direkt, nachdem wir gerade ein anderes abgeschlossen hatten! Ein Reff, zwei Reffs, Gennaker, Genua, Fock. Wir hatten eigentlich fast die ganze Garderobe draußen! Unsere Freunde von ‘Idec Sport‘ sind dicht hinter uns. Die Cew musste seit dem Start in der Biskaya hart arbeiten, jetzt sind wir im Rhythmus. Wir konnten das Boot einmal komplett durchchecken, alles ist gut. Wir sind bereit für die nächste Etappe! Wir hatten einen guten Start und konzentrieren uns nun auf die Südhalbkugel und eine möglichst schnelle Passage zum Kap der Guten Hoffnung!" 

Drohnenbilder aus den Doldrums von "Spindrift 2"

Heute Morgen waren die Boote schon wieder flott unterwegs: "Spindrift 2" segelte bereits wieder fast 27 Knoten, "Idec Sport" scheint noch im etwas leichteren Wind zu stecken und fuhr "nur" knapp 23 Knoten. 

Andreas Fritsch am 27.11.2015

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