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Warum Zeit der wichtigste Rohstoff im America's Cup ist

730 Tage, 104 Wochen, 2 Jahre: So lange dauert es noch bis zum ersten Startschuss im 36. Cup-Duell am 6. März 2021. Der Video-Clip zeigt, was zu erwarten ist

Tatjana Pokorny am 06.03.2019
36. America's Cup
America's Cup

Aus dem neuen Clip zum Zeitmanagement im 36. America's Cup

Manch' einer mag denken, dass noch viel Zeit bis zur Herausfordererserie im Februar 2021 und dem ersten Startschuss im 36. Duell um den America's Cup am 6. März 2021 bleibt. Es sind ab heute noch 730 Tage, 104 Wochen oder auch zwei Jahre. Die beteiligten Teams aber wissen, dass jeder Tag zählt. Sie wissen, dass Zeit neben Geld und Expertise ihr wichtigster Rohstoff ist. Ein neuer Video-Clip der Cup-Organisatoren zeigt das auf eindrucksvolle Weise und serviert dazu Einschätzungen der Teamchefs und interessante Szenen von Tests und Trainings-Einsätzen. Dabei bekommen die Zuschauer einen guten Eindruck davon, was für ein Segelspektakel sie in zwei Jahren vor Auckland erwartet. Und schon davor, wenn die America's-Cup-Weltserie beginnt. Die ersten neuen Cup-Yachten vom Typ AC 75 werden als futuristische Einrumpf-Foiler im Frühsommer auf dem Wasser erwartet.

"Es wirkt wie eine lange Zeit, aber in der Realität kämpfen wir immer gegen sie", sagt nicht nur Sir Ben Ainslie, Skipper des Ineos Team UK. "Es wirkt wie eine Ewigkeit, aber wir könnten auch vier Jahre gebrauchen", sagt American-Magic-Skipper Terry Hutchinson. "Es gibt so viele Entscheidungen zu treffen. Jeder Tag ist voll."

Warum die zwei Jahre bis zum ersten Match im 36. Duell um den America's Cup den Teams gar nicht lange vorkommen

"Zeit ist wichtig, weil du sie nicht kaufen kannst. Das sagen wir immer, wenn es um den America's Cup geht", weiß Max Sirena von Patrizio Bertellis Prada-Kampagne Luna Rossa. "Die Zeit ist fundamental, denn wenn du falsche Entscheidungen triffst, dann wirst du dich von diesem Verlust nicht mehr erholen." Als Schlüsselmoment für alle Kampagnen bezeichnet der Italiener die Inbetriebnahme der ersten Cup-Yacht im Originalformat. Bislang trainieren die Teams auf Testyachten im Miniaturformat oder testen im Simulator. Für die großen und finanziell potenten Teams folgt danach der Bau einer zweiten Cupyacht und deren Optimierung. "Wenn wir jetzt zu konservativ mit unseren Entscheidungen sind, dann werden wir wahrscheinlich scheitern", erklärt unmissverständlich Grant Simmer, CEO der Briten.

Tatjana Pokorny am 06.03.2019

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