Transat NY - Vendee

Vorfühlen für die Vendée Globe

Das Einhand-Rennen von New York nach Les Sables d'Olonne wird zur Prognose für den Herbst - und liefert beeindruckende Bilder der IMOCAs

Ricarda Richter am 09.06.2016
NY - Vendee

Transat New York - Vendee

Neben Jérémie Beyou, der gestern Nachmittag als erster durchs Ziel ging, haben Sébastien Josse auf der "Edmond de Rothschild" und der Brite Alex Thomson mit der "Hugo Boss" das Podium des Rennens von New York in die Vendée vervollständigt. Josse kam zweieinhalb Stunden nach Beyou, kurz nach 17 Uhr Ortszeit in Les Sables d’Olonne an, Thomson folgte um 18.43 Uhr.

"Dieser Sieg selbst ist superwichtig, weil das New York – Vendée ein großes Rennen ist, aber er ist gleichzeitig auch wichtig im Hinblick auf die Vendée Globe. Es wird für mich nun schwer sein, mich zu verstecken", äußerte sich Beyou nach seiner Ankunft. Es ist sein erster Sieg bei einem Einhand-IMOCA-Rennen. Bei den beiden vorangegangenen Vendée Globes hatte er frühzeitig aufgeben müssen – bei der im Herbst startenden hofft er nun, mehr Glück zu haben. 

Fotostrecke: Transat NY-Vendee

Abgesehen von zwei kurzen Momenten führte Beyou, seit er Thomson am Samstagnachmittag überholt hatte. Zwar war sein Vorsprung nie größer als 30,9 Seemeilen, aber der 39-Jährige aus Lorient hat den Nahkampf sichtlich genossen. "Ich weiß, dass ein Skipper aufgeben musste und einige Schäden erlitten, aber ich habe es geschafft, mich gegen zwei wirkliche Meister zu behaupten. Alex Thomson ist der Referenzpunkt in der IMOCA-Klasse, und ich werde nicht mal versuchen, Sébastien Josse in Worte zu fassen, der unglaubliche Fähigkeiten hat."

Die beste Distanz innerhalb von 24 Stunden legte Alex Thomson mit 487 Seemeilen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,3 Knoten zurück. "Alex ist sehr gut gesegelt. Er ist der schnellste von uns, derjenige, der die ungeheuerlichsten Geschwindigkeiten verzeichnen kann", sagte sich Beyou. "Er trifft radikale Entscheidungen, manchmal vielleicht ein bisschen zu sehr, aber er traut sich, bei der Streckenwahl Risiken einzugehen." Bei jedem neuen Rennen mache Thomson weitere Fortschritte, er sei dabei, das IMOCA-Segeln neu zu erfinden. Vielleicht sei es nötig, sich an ihm ein Beispiel zu nehmen, um bei der Vendée Globe eine Chance zu haben.   

Josse hingegen zeigte sich skeptisch: "Beim Foilen 25 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit zu erreichen, ist nicht das, worum es geht. Alex musste das Potential seines Bootes im Vergleich zu den anderen testen. Es war die erste Konfrontation mit dem Feld. Er kann gewiss sein, dass er das toll gemacht hat. Ich hingegen habe entschieden, mich an dem zu orientieren, worum es bei der Vendée Globe gehen wird. Das Ziel ist, durchzuhalten und anzukommen."

Der vierte im Ziel war heute Morgen Paul Meilhat auf der "SMA". Vincent Riou mit der "PRB" wird am Freitagvormittag in Les Sables d’Olonne erwartet. Das Schlusslicht bildet derzeit der Amerikaner Conrad Colman. Für ihn und den Holländer Pieter Heerema sind es noch über 1.000 Seemeilen bis in die Vendée.

Hier geht's zum Tracker des Rennens. 

NY - Vendee

Die IMOCAs vor dem Start in New York

Ricarda Richter am 09.06.2016

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