Barcelona World Race

"Virbac-Paprec 3" segelt 516 Meilen

Neuer 24-Stunden-Rekord für Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron. Die beiden führenden Open 60 lassen das Feld regelrecht stehen

Andreas Fritsch am 23.01.2011

Rekord im Vollwaschgang: "Virbac-Paprec 3"

Es sind bittere Stunden für das Hauptfeld des Barcelona Race. Nachdem alle hofften, der Reparaturstopp der beiden führenden "Foncia" und "Virbac-Paprec 3" würde quasi eine Art Neustart, entpuppt er sich nun als Vorteil.

Da beide Teams weit nach Westen segeln mussten, um in Recife zu stoppen, waren sie danach auch westlicher als das Feld und kamen so in eine Wettersituation, die sich nun als gigantischer taktischer Vorteil entpuppt hat. Tagelang fuhren sie im Westen des Feldes in viel besserem Wind, das Hauptfeld parkte im Flautengürtel des St.-Helena-Hochs ein. Der Rückstand durch den Stopp schmolz rasch zusammen. Gestern dann der Höhepunkt der Entwicklung: In perfekten Reach-Bedingungen fuhren die Franzosen Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron 516,37 Seemeilen in 24 Stunden, ein Schnitt von 21,51 Knoten ! Damit verbesserten sie den bisherige Rekord von Alex Thomson und Andrew Cape auf "Hugo Boss" im letzten Barcelona Race von 501,3 Seemeilen deutlich.

Der Stand des Rennens Sonntagmorgen

Ganz nebenbei gingen sie auch wieder an der führenden "Foncia" vorbei und liegen nun 10 Meilen vor Desjoyeaux/Gabart. Beide Boote haben durch ihre exzellenten Etmale das Hauptfeld um fast 500 Meilen distanziert. Da letzteres nun erneut einen Leichtwindgürtel durchqueren muss, wird sich der Abstand noch weiter vergrößern. Allerdings sind auch "Virbac-Paprec 3" und "Foncia" jetzt in etwas schwächeren Winden unterwegs. Dennoch: Fast vier bis fünf Meilen nehmen sie dem Verfolgerfeld zurzeit pro Stunde immer noch ab. Die beiden haben damit ein komfortables Polster auf die Verfolger für den rauen Southern Ocean.

Trotzdem waren die letzten Tage für Boris Herrmann und Ryan Breymaier auf ihrer "Neutrogena" endlich einmal wieder sehr erfolgreich. Die beiden segeln im Hauptfeld mit sehr gutem Speed und konnten sich vom 9. auf den 7. Platz verbessern. Sie gingen damit auch an der lange vor ihnen befindlichen "Mirabaud" von Dominique Wavre und Michelle Paret vorbei. Herrmann sagte in der Videokonferenz, sie orientierten sich nun an der nur knapp 20 Meilen vor Ihnen segelnden "Renault". Wie es aussieht, können sie den Spaniern ständig einige Zehntel Bootsspeed abnehmen. Eine enorme Leistung mit ihrem drei Jahre älteren Boot, denn die "Renault" ist Loïck Peyrons alte "Gitana 80", die als einer der schnellsten Open 60s der letzten Generation gilt.

Andreas Fritsch am 23.01.2011

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