125. Kieler Woche

Traum-Wochenende für die Seesegler der 125. Kieler Woche

Wäre es doch immer so: Bei der Jubiläumsauflage der weltgrößten Regattawoche kamen auch die Seesegler zum Auftakt in den Genuss von Regattaspaß und Sonne satt

Tatjana Pokorny am 24.06.2019
125. Kieler Woche
www.segel-bilder.de / Kieler Woche

Auch die Seesegler sind bei der 125. Kieler Woche bei Kaiserwetter im Glück

Als das Gros des Feldes noch auf der Bahn war, konnten Sven Wackerhagen aus Kiel und seine Crew auf der Knierim 49 "Desna" schon die Beine baumeln lassen. An Bord herrschte im Hafen von Schilksee eine gelöste Stimmung, denn die Mannschaft hatte die Rückregatta von Kiel nach Eckernförde als schnellste Yacht erfolgreich beendet. Nach einem langen Tag auf See am Samstag bei der klassischen Aalregatta, dem Welcome Race und einer noch längeren Sommernacht in Eckernförde hatten Wettfahrtleiter Ralf Paulsen und sein Team 155 Teams auf die Rückreise von Eckernförde nach Kiel geschickt, die sich als die erwartete lange Kreuz aus der Bucht hinaus und schneller Ritt unter Gennaker oder Spinnaker ins Ziel erwies.

Das Rückrennen war der krönende Abschluss eines gelungenen Auftakt-Wochenendes für die Seesegler der Kieler Woche. Dem sommerlich-schönen Törn nach Eckernförde waren ein lauschiger Abend im Stadthafen der gemütlichen Ostseegemeinde und ein prächtiges Feuerwerk gefolgt. "Mit der Siegerehrung am Samstagabend in Eckernförde waren wir um 22 Uhr etwas spät dran, aber alle hatten einen tollen Abend", berichtete Paulsen.

125. Kieler Woche

Liegt nach zwei Tagen auf Platz sechs: "Tutima" mit Skipperin Kirsten Harmstorf-Schönwitz

Die Starts in Teil zwei der Wochenend-Regatta der 125. Kieler Woche verliefen dann reibungslos. "Wir hatten einen Nullstart und dann eine wunderschöne Kreuz", berichtete Wackerhagen, der allerdings gern kniffligere Aufgaben zu lösen gehabt hätte: "Navigatorisch stellte die Bahn keine Herausforderung dar. Das könnte man in Zukunft sicherlich ein bisschen ändern. Der Samstag war in diesem Punkt schon anspruchsvoller." Der Spaß kam allerdings an Bord der silber-glänzenden "Desna" nicht zu kurz. "Auf dem letzten Stück haben wir bei 14 bis 15 Knoten Wind unter Gennaker einen Bootsspeed von 11,5 Knoten erreicht. Das war großartig. Wir sind nach dem Ziel einfach weitergefahren, wollten gar nicht aufhören", schwärmte Wackerhagen nach dem zweieinhalbstündigen Törn von Eckernförde nach Kiel und setzte ein klares Ausrufezeichen hinter die beiden ersten Kieler-Woche-Tage auf der Seebahn: "ein Traum!"

Das Traum-Wochenende für die Seesegler ging am Sonntag mit der Ehrung der Klassensieger der Mittelstrecken-Regatta auf der Bühne im Herzen des Olympiazentrums Schilksee zu Ende. Die Crews der ORCi-Klasse dagegen müssen noch zwei Tage warten. Sie segelten – nach der mittleren Strecke am Samstag – an Tag zwei gleich drei Up-and-Downs. "Traumhafte Bedingungen und eine großartig arbeitende Wettfahrtleitung. Das war wirklich ein Top-Tag", schwärmte Jens Kuphal (Berlin) von der "Intermezzo". Er hatte am Samstag noch das Welcome-Race auf der "Einstein", dem Imoca Open 60 des Offshore Team Germany, gesegelt und ist nun auf die ORC-Bahn zurückgekehrt. Hinter der souveränen "Sportsfreund" um Steuermann Gordon Nickel (Stade) liegt die "Intermezzo" auf Platz zwei der ORC 1+2. In der Klasse der kleineren Yachten (ORC 3) bestimmen die beiden Yachten vom Typ Italia 9.98 das Geschehen. Die "Immac Fram" mit Steuermann Kai Mares (Dänischenhagen) liegt vor der "OneSpirit" um Skipper Sören Brandt (Kiel).

Tatjana Pokorny am 24.06.2019

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