SailGP

Tom Slingsby ist der Dominator der SailGP-Premiere

Auch im Finale hat Tom Slingsby seinen Rivalen Nathan Outteridge abgehängt. Die Australier siegten zum Auftakt der Serie um eine Million US-Dollar Preisgeld

Tatjana Pokorny am 16.02.2019
SailGP 2019
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Der australische Olympiasieger Tom Slingsby und sein Australia SailGP Team beherrschten die SailGP-Premiere vor Sydney meisterlich

Zwingende Starts, perfekte Positionierung und meisterliches Bootshandling: das Australia SailGP Team hat den Auftakt zur neuen Profiserie um eine Million US-Dollar Preisgeld im Heimathafen Sydney dominiert und gewonnen. In überwiegend leichten Winden war die Dominanz der Australier von keinem der anderen fünf Teams zu erschüttern. Auf dem Weg zum Premierensieg erinnerten die Ereignisse an die Art, wie der britische Segelsuperstar Sir Ben Ainslie seine Goldmedaillen oft zu gewinnen pflegte: Auch er brachte sich gerne in Rage, um dann seine beste Leistung abzurufen. Slingsby startete als Vierter nur mäßig in die historisch erste SailGP-Regatta vor heimischem Publikum und ärgerte sich darüber so sehr, dass er danach wie entflammt wirkte und nicht mehr zu stoppen war. Mit fünf Rennsiegen in Folge ließen die Australier der Konkurrenz keine Chance. Auch dem Landsmann, Freund und Rivalen Nathan Outteridge nicht, der mit dem japanischen Team zwar das erste Rennen hatte gewinnen können, im weiteren Verlauf aber nie mehr an das Leistungsvermögen von Slingsby herankam.

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Im Heimathafen, den Skipper Tom Slingsby aus dem Fenster seines Hauses täglich sehen kann, waren die Australier nicht zu schlagen

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Kreativ: wie die australischen Fans Tom Slingsbys Dominanz darstellten

"Eine meisterliche Galavorstellung" nannte nicht nur Doppel-Olympiasiegerin und Kommentatorin Shirley Robertson den überzeugenden Auftritt von Steuermann Tom Slingsby und seinen vier Mitstreitern Kyle Langford (America's-Cup-Gewinner mit dem Oracle Team USA), Jason Waterhouse (olympischer Silbermedaillengewinner im Nacra 17), Ky Hurst (Marathon-Schwimmer, Ironman, America's-Cup-Teilnehmer) und Sam Newton (sechsmaliger 18-Foot-Weltmeister, America's-Cup-Gewinner). Das Nachsehen hatte Nathan Outteridge mit seinen beiden Stammseglern Iain Jensen (gewann mit Outteridge 2012 49er-Olympiagold) und Luke Parkinson (Volvo-Ocean-Race-Sieger mit Abu Dhabi Racing) sowie den drei Japanern Yugo Yoshida, Leo Takahashi und Yuki Kasatani. Das halbe "Aussie-Team" konnte seinem Co-Favoritenstatus an diesem Wochenende nur anfangs gerecht werden, dem 100-prozentigen "Aussie-Team" um Slingsby aber noch nicht das Wasser reichen.

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Hatten viele Gründe zum Feiern: Australiens Steuermann Tom Slingsby und sein Team aus Down Under

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Auf und davon: Die Australier gewannen nach Rang vier im ersten Rennen alle weiteren Wettfahrten

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Der Premieren-König von Sydney: Laser-Olympiasieger und America's-Cup-Gewinner Tom Slingsby gewann das Heimspiel mit einem starken Team und erdrückender Überlegenheit

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Segelten im Heimathafen überlegen zum Premierensieg: Tom Slingsby und sein grün-goldenes Australia SailGP Team

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Das Japan SailGP Team von Nathan Outteridge segelte vor Sydney auf Platz zwei

Im Verfolgerfeld taten sich die Briten mit 49er-Weltmeister Dylan Fletcher-Scott am Steuer als Gesamt-Dritte mit konstanten Ergebnissen und guter Lernkurve hervor. Matchrace-Weltmeister Phil Robertson aus Neuseeland, den viele deutsche Fans von seinen Erfolgen und sympathischen Auftritten beim Match Race Germany auf dem Bodensee kennen, verabschiedete sich mit seinem Team auf der "Roten Rakete" der Chinesen nach einigen Rückschlägen mit einem vielversprechenden zweiten Rang im letzten Fleetrace optimistisch von der Premiere. Die längste Hausaufgaben-Liste nehmen die Franzosen um Nacra-17-Weltmeister Billy Besson und das amerikanische Team um Skipper Rome Kirby mit nach Hause, das mit dem sechsten und letzten Platz im Endergebnis enttäuschte.

Hier sind die Rennen noch einmal zu sehen

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Ganz enge Szenen gab es aufgrund der leichten Winde um zehn Knoten an diesem Wochenende selten. Trotzdem fegten die leichtfüßigen F50-Katamarane mit bis zu 30 Knoten über den Kurs

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Rome Kirby und sein amerikanisches Team fanden sich nach zwei Tagen und fünf Rennen auf dem letzten Platz im Endklassement wieder

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In Australien ist Segeln ein Zuschauer-Sport, der Begeisterung entfacht. Den SailGP verfolgten Zehntausende Fans auf dem Wasser und an Land

Der SailGP wird am 4. und 5. Mai mit der zweiten Regatta vor San Francisco fortgesetzt. Es folgen Einsätze in New York (21./22. Juni), im britischen Revier vor Cowes auf der Isle of Wight (10./11. August) und das Finale in den künftigen Olympia-Gewässern vor Marseille (20.–22. September).

Hier geht es zur SailGP-Homepage

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Das Matchrace-Finalduell zwischen den beiden top-platzierten Teams nach fünf Fleetraces war eine klare Angelegenheit: Slinsbys Australia SailGP Team ließ Outteridges Japan SailGP Team nach erneut gelungenem Start keine Chance

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Das Endergebnis der SailGP-Premiere in Sydney

Tatjana Pokorny am 16.02.2019

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