Isaf-Weltcup-Finale

Supermänner in 1001 Nacht

Beim Weltcup-Finale vor Abu Dhabi wird in zehn Disziplinen um Punkte, Preisgeld und Prestige gekämpft. Nur drei deutsche Teams am Start

Tatjana Pokorny am 27.11.2014
Isaf Weltcup-Finale Abu Dhabi 2014

Die polnischen 49er-Segler Tomasz Januszewski and Jacek Nowak sind "Captain America" und "Superman". Ein Freund schenkte ihnen die aufsehenerregenden T-Shirts. Dürften sie sich eine Superkraft wünschen, dann wäre es "Super-Speed"

283 Top-Segler aus 39 Nationen sind am Donnerstag ins Weltcup-Finale vor Abu Dhabi gestartet. Die Jahresabschlussregatta der Olympiasegler endet am 30. November mit der Medaillenvergabe. Während sich in fast allen Disziplinen Welt- und Europameister in hochkarätig besetzten Feldern miteinander messen, sind aufgrund der erst im Spätsommer und damit sehr kurzfristig angesetzten neuen Veranstaltung viele der besten deutschen Crews und auch einige internationale Stars der Szene nicht am Start. Der WM-Vierte Philipp Buhl und Europameister Erik Heil und Thomas Plößel fehlen, weil sie an einer schon mehrfach verschobenen Bundeswehr-Übung teilnehmen. Andere Mannschaften gaben Intensiv-Trainings den Vorzug oder erholen sich von Verletzungen.

Isaf Weltcup-Finale Abu Dhabi 2014

30 Grad Lufttemperatur, funkelndes Wasser, im Hintergund die Skyline Abu Dhabis: Die Segler fühlten sich zum Auftakt wohl in 1001 Nacht

Die schwarz-rot-goldene Fahne hält einmal mehr RS:X-Surfer Toni Wilhelm hoch, der sich am ersten Regattatag mit den Rängen 5, 4 und 4 auf Platz fünf im stark besetzten Surf-Feld positionierte. Der Schwarzwälder, der sich bei der Weltmeisterschaft in Santander im September durch den unglücklichen Griff zu einem fremden Surfbrett um seine Medaillenchancen gebracht hatte, sagte in Abu Dhabi: "Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Bord zu stehen. Ich freue mich auf neuen Input, ein starkes Feld und einen tollen Wettkampf vor der atemberaubenden Kulisse Abu Dhabis." 

Weniger glücklich starteten die beiden anderen deutschen Teams durch: Die 49er-FX-Seglerinnen Leonie Meyer und Elena Stoffers vom Norddeutschen Regatta Verein liegen nach den Einzelrängen 16, 15 und 4 auf Platz 13 unter 17 Mannschaften. Die 470er-Brüder Julian und Philipp Autenrieth sind Elfte von 16 Teams. 

In Führung liegen in fast allen Flotten die Favoriten. Der australische Weltmeister und Olympiasieger Matthew Belcher und Will Ryan sind die Spitzenreiter bei den 470ern. Die österreichischen 470er-Europa- und Weltmeisterinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar teilen sich nach dem ersten Tag die Top-Position mit den Chinesinnen Shashan Chen und Halyan Gao – beide haben jeweils eine Wettfahrt gewonnen und einen zweiten Rang eingefahren. Eine kleine Machtdemonstration lieferten in der Mixed-Disziplin Nacra 17 zum Auftakt die Franzosen ab, die nach den ersten drei Wettfahrten – angeführt von den Weltmeistern Billy Besson und Marie Riou – die Rang 1 bis 3 belegten.

Mit dem Weltcup-Finale will der Welt-Seglerverband Isaf den olympischen Segelsport weiter aufwerten. In jeder der zehn olympischen Segeldisziplinen und bei den ebenfalls eingeladenen Kitern werden rund 18.000 US-Dollar Preisgeld ausgeschüttet.

Isaf Weltcup-Finale Abu Dhabi 2014

Futuristische Impression: Die Kiter sorgen für spektakuläre Bilder vor der imposanten Skyline Abu Dhabis

Tatjana Pokorny am 27.11.2014

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online