Offshore Team Germany

Start beim The Ocean Race 2021 angekündigt

Rund 1000 Tage sind es bis zum Start des Volvo-Ocean-Race-Nachfolgers. Das Offshore Team Germany will an der Startlinie sein

Lars Bolle am 29.03.2019
Offshore Team Germany
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20 Jahre nach dem Triumph der „Illbruck“ sollen erstmals wieder die deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold beim Meeresmarathon vertreten sein. Starboot-Weltmeister Robert Stanjek als Teamkapitän und Teammanager Jens Kuphal sind die Motoren des Projekts, haben gemeinsam die Strukturen des Offshore Team Germany (OTG) geschaffen. Der offizielle Startschuss in die Kampagne soll zur Kieler Woche erfolgen.

Achtungserfolge konnte das Team bereits 2017 in der Classe Mini verbuchen, in der mit der Prototyp-Eigenentwicklung "Lilienthal" Platz zwei von Jörg Riechers erreicht wurde. Nach der Trennung von Riechers wird dessen Platz künftig Morten Bogacki im Mini einnehmen.

Nun peilt das Team jedoch weitaus größere Ziele an: das nächste The Ocean Race (TOR). Schon seit über einem halben Jahr besteht laut Manager Kuphal ein enger Kontakt zum neuen Management des TOR, laufen die Vorbereitungen für eine erfolgreiche Teilnahme bei der nächsten Auflage des Rennens auf Hochtouren.

Refit kurz vor dem Abschluss

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Die Ex-"Acciona" wurde umfangreich umgebaut

Bereits vor zwei Jahren hat das OTG die ehemalige "Acciona", einen Imoca Open 60, erworben. Um den Rumpf des Bootes, das für die Vendée Globe 2012 gebaut wurde, ist in den vergangenen Monaten ein neues Schiff entstanden. Die im Offshore-Bereich erfahrene Werft Trimarine in Lissabon/Portugal hat mit umfangreichen Composite-Arbeiten und -Modifikationen den Rumpf der Yacht auf den aktuellen technischen Stand gebracht.

Mit der Fertigstellung hat der bisherige Projektmanager Charles Euverte (DMG Mori) die weiteren Arbeiten in die Hände von Joff Brown (Hugo Boss/Lighthouse) gelegt. Er ist nun für den Neuausbau der Yacht mit Kiel, Mast, Elektrik, Elektronik und Rigging verantwortlich. Dafür ist die Yacht nach Gosport/Südengland überführt worden.

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Vor allem im Cockpitbereich wurde stark modifiziert

„Wir haben für unser Projektmanagement höchst anerkannte Experten gewinnen können, die für absolute Topqualität im modernen Yachtbau stehen“, so Kuphal. „Mit Joff Brown arbeiten wir im direkten Umfeld um die britische Segelikone Alex Thomson.“

Fastnet Race als erster Härtetest

Noch im Mai soll die OTG-Yacht ins Wasser, kommt dann zum Schaulaufen nach Kiel und soll schließlich beim legendären Fastnet Race ihre erste Bewährungsprobe bestehen. Unter der Führung von Robert Stanjek, ehemaliger Starboot-Vizeweltmeister, soll das OTG-Team als erster Imoca im Fully-Crewed-Modus mit internationalen Seglern und deutschen Nachwuchsassen an Bord an den Start gehen.

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Transport des Imoca per Tieflader von Portugal nach Großbritannien

Im Anschluss soll die Auswertung der gesammelten Daten und Erfahrungen erfolgen und auf dieser Basis und nach Bekanntgabe der TOR-Route die Foils der neuesten Generation gefertigt und eingebaut werden, um die Yacht in die direkte Vorbereitung zum The Ocean Race und ins aktuelle Foil-Zeitalter zu katapultieren.

Offizieller Start der Kampagne zur Kieler Woche

In der Historie des seit 1973 ausgetragenen Weltrennens steht das Kieler Finale 2002 immer noch für ein unvergessliches Kapitel deutscher Segelgeschichte. 300.000 Menschen zu Lande und zu Wasser empfingen damals die Flotte, brachten die Förde zum Brodeln. "Es ist unfassbar, einfach unglaublich. Viel besser, als jeder geglaubt hat. Das ist der Segel-Top-Spot, unglaublich. Ich habe eine olympische Medaille. Aber dies hier ist das Beste", sprudelte John Kostecki, der siegreiche "Illbruck"-Skipper, damals hervor.

Mit Kiel.Sailing.City zieht ein starker Partner mit dem Offshore Team Germany an einem Strang. Von Beginn an ist Axel Bauerdorf, Prokurist bei der Kiel-Marketing GmbH, über jede Entwicklung beim OTG informiert. Und Kiel will wieder Etappenort werden, stärkt damit einer deutschen Kampagne für das The Ocean Race den Rücken.

„Wir sind sowohl im direkten und engen Austausch mit den Verantwortlichen vom TOR als auch im engen Dialog mit dem Offshore Team Germany“, sagt Bauerdorf. Für das Rennen sei es enorm wichtig, dass ein deutsches Team an den Start gehe. „Wir wissen um die Bedeutung eines deutschen Standortes für das Rennen. Wir werden die nächsten Wochen intensiv nutzen, um gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren die Bewerbung voranzubringen. Es freut uns sehr, dass mit Jens Kuphal und Robert Stanjek zwei Personen das Projekt TOR sehr professionell verfolgen, und ich hoffe, dass wir unseren Beitrag zum Erfolg leisten können.“

„Einer der Schlüsselfaktoren auf dem Weg nach Alicante 2021 ist der Schulterschluss mit der Stadt Kiel als möglicher Stopover im kommenden Rennen“, sagt Teammanager Kuphal und will, nach der Fertigstellung des Imocas, in Kiel den emotionalen Startschuss für das Projekt geben: „Wir werden zum Auftakt der Kieler Woche unsere Kampagne offiziell vorstellen und mit unserer Bootstaufe gebührend feiern.“ Geplant ist auch die Teilnahme am Welcome Race.

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Lars Bolle am 29.03.2019

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