Jules Verne Trophy

"Spindrift 2" bricht eigenen Äquator-Rekord

Der Auftakt zur Jagd auf die Jules Verne Trophy verläuft für Dona Bertarellis und Yann Guichards "Spindrift 2" nach Plan, doch die harten Abschnitte kommen noch

Tatjana Pokorny am 21.01.2019
Jules Verne Trophy
Spindrift Racing

Die "Spindrift 2"-Crew hat ihren eigenen Äquator-Rekord gebrochen

Die Crew der "Spindrift 2" hat ihren eigenen Rekord gebrochen: Von der Bretagne zum Äquator hat das Team um Skipper Yann Guichard gerade einmal 4 Tage, 19 Stunden und 57 Minuten gebraucht und damit die bisherige eigene Bestmarke für diesen Abschnitt aus dem Jahr 2015 um eine Stunde und 48 Minuten unterboten. Gleichzeitig hatte sich die Mannschaft beim Wechsel von der nördlichen in die südliche Hemisphäre im Vergleich zur bislang schnellsten Weltumsegelung der Konkurrentin "Idec Sport" einen theoretischen Vorsprung von 23 Stunden erarbeitet, die in etwa 180 Seemeilen entsprechen. Damit ist der erste Teilabschnitt der Rekordjagd des schwarz-goldenen Trimarans um die Erde ein motivierender Erfolg für die Mannschaft.

Jules Verne Trophy

Die Ausmaße des 40 Meter langen Trimarans  "Spindrift 2" sind imposant

Um auf ihrem Kurs ideal von den Passatwinden zu profitieren, hatte die Crew auf der Fahrt durch die Kanarischen Inseln und die Insel El Hierro etwa zwölf Halsen absolviert. Beim Kreuzen des Äquators war das Team von einem hell leuchtenden Vollmond begleitet worden. "Wir haben sogar die Finsternis gesehen", berichtete Guichard begeistert, "es war über etwa eine Stunde wunderschön." Der Abschnitt zum Äquator sei trotz des Erfolges aber kein leichter gewesen, berichtete Guichard. Sein Team hätte bei der Ansteuerung der Inselwelt mit aufgewühlter See zurechtkommen müssen. "Danach mussten wir halsen und direkt durch die Inselwelt der Kanaren und Kapverden hindurch", so Guichard.

Schönes Video vom Team Spindrift Racing und Dona Bertarelli zu Teil eins des Rekordversuchs

Mit dem Wechsel in die südliche Hemisphäre ist die Mannschaft den von Rekordjägern und Regattaseglern gefürchteten flauen Winden der Doldrums aber noch nicht ganz entkommen, die sich aktuell bis etwa 120 Seemeilen südlich vom Äquator ausgebreitet haben. Der Mannschaft stehen etwa sechs angespannte Stunden bevor. Erst danach können sich die zwölf Segler voraussichtlich in die südöstlichen Passatwinde einklinken. Gute Nachrichten gab es aber auch: Am Dienstag soll sich eine Front aus Kap Frio bei Rio de Janeiro in die richtige Richtung bewegen.

Nächstes Ziel ist der Südzipfel Südafrikas. Francis Joyon und sein Team hatten den Wegpunkt damals nach 12 Tagen, 21 Stunden und 22 Minuten auf See erreicht. Mit dem 23-Stunden-Vorsprung vom ersten Abschnitt im Hinterkopf sind Guichard und seine Männer zuversichtlich, dass sie auch das Kap der Guten Hoffnung mit rund einem halben Tag Vorsprung auf die Rekordhalter erreichen, bevor sie in den Indischen Ozean eintauchen. Bis dahin liegen noch 3200 Seemeilen vor dem Trimaran, der bislang mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 26 Knoten unterwegs ist und dabei – inklusive der bisherigen Passage des Kalmengürtels – 620 Seemeilen pro Tag zurückgelegt hat.

Jules Verne Trophy 2019

Nächstes Etappenziel für "Spindrift 2" ist das Kap der Guten Hoffnung

Tatjana Pokorny am 21.01.2019

Das könnte Sie auch interessieren


YACHTmarkt DK Buch Schärenkreuzer DK Buch Logbuch

Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online