Jules Verne Trophy

"Spindrift 2" auf und davon: Das Rennen gegen die Uhr läuft

Der jüngste Rekordversuch ist gestartet: Yann Guichard und das "Spindrift 2"-Team sind unterwegs, kämpfen um die Bestmarke für die schnellste Weltumsegelung

Tatjana Pokorny am 16.01.2019
Jules Verne Trophy
Chris Schmidt / Spindrift Racing
Jules Verne Trophy

Wird es dieses Mal ein goldener Ritt um die Welt: "Spindrift 2"-Skipper Yann Guichard und seine Crew sind heute hoffnungsvoll in ihren Jules-Verne-Rekordversuch gestartet

Etwas später als geplant, aber hochmotiviert und optimistisch: So sind "Spindrift 2"-Skipper Yann Guichard und seine Crew heute Mittag in Frankreich in ihren jüngsten Weltrekordversuch gestartet. Ihr gigantischer, 40 Meter langer Trimaran kreuzte die virtuelle Startlinie vor der Île d'Ouessant in der Bretagne um 11.47 Uhr UTC (12.47 Uhr deutscher Zeit) in nordwestlichen Winden um 20 Knoten. Zu schlagen ist im Kampf um die begehrte Jules Verne Trophy der von Francis Joyon und der "Idec Sport"-Crew im Januar 2017 aufgestellte Bestmarke von 40 Tagen, 23 Stunden, 30 Minuten und 30 Sekunden. Die aktuell herrschenden vorteilhaften Winde sollten die "Spindrift 2" und ihre Crew schnell via Madeira und die Kanarischen Inseln bis zu den Kapverden bringen.

Jules Verne Trophy

Schon in der Nacht hatte die Crew den Hafen von Brest mit Kurs auf die Startlinie zur Weltumsegelung verlassen

Jules Verne Trophy

Ein Gigant mit ehrgeizigen Zielen

Nach Ansicht des renommierten Wetter-Routers Jean-Yves Bernot kann das Team den Äquator bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag erreichen – in weniger als fünf Tagen auf See! Nach insgesamt rund zwölf Tagen könnte bereits der Längengrad vom Kap der Guten Hoffnung passiert werden. Francis Joyon und sein Team hatten das afrikanische Kap bei ihrer Rekordfahrt vor zwei Jahren in knapp 13 Tagen erreicht.

In der ersten Pressemitteilung nach dem Start verkündete das Team eine Gesamtzeit von 38 Tagen (!) von Ouessant nach Ouessant als potenziell machbar. Vor allem der erste Teilabschnitt der Weltumsegelung verspricht zunächst fast ideale Bedingungen, worauf die Mannschaft seit dem 5. November im Stand-by-Modus gehofft hatte.

Spindrift Racing

Er führt die insgesamt zwölfköpfige Mannschaft: "Spindrift 2" mit Skipper Yann Guichard

"Es sieht gut aus bis zum Äquator", frohlockte Skipper Guichard. "Die Passatwinde sind ausgeprägt. Wir sollten also weniger als fünf Tage brauchen. Danach erwarten uns einige Unbekannte im Südatlantik, aber wir hoffen, Südafrika in etwa zwölf, zwölfeinhalb Tagen zu erreichen." Zu den Hürden zählt Guichard das schwer berechenbare St.-Helena-Hoch im Südatlantik, das "manchmal die Straße blockieren" könne. Mit Blick auf den letzten Rekordversuch, bei dem "Spindrift 2" die Jules Verne Trophy im Duell mit Joyons "Idec Sport" um rund zwei Tage verpasst hatte, sagte Guichard: "Wir sind etwas leichter als beim letzten Mal. Deswegen sind wir nur zwölf an Bord. So haben wir unter 20 Knoten zwar ein ganz kleines Geschwindigkeits-Defizit, doch in allen Bedingungen darüber ist 'Spindrift 2' schneller als zuvor! Wenn die See beherrschbar bleibt, können wir unsere Durchschnittsgeschwindigkeit bei über 35 Knoten halten."

Und hier geht es zur aktuellen Position der Rekordjäger – die Daten werden alle 30 Minuten aktualisiert.

Jules Verne Trophy

Schnell, schneller, "Spindrift 2": Kann der Tri einen neuen Weltrekord für die schnellste Weltumsegelung aufstellen?

Tatjana Pokorny am 16.01.2019

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