Regatta-News

Sonniges Superwochenende

Verbrannte Nasen, strahlende Gesichter und glückliche Gewinner

Matthias Beilken am 03.07.2006

Die ersten Sieger standen bereits am Sonnabend fest, drehende Winde ließen am Sonntag Starts erst am Nachmittag zu. Langstrecke Rund Bornholm läuft.

Stanjek/Kleen siegen endlich

Die ersten Warnemünder-Woche-Gewinner konnten sich schon am Sonnabend, noch vor der letzten Wettfahrt, über den Sieg freuen. Robert Stanjek und Frithjof Kleen lagen in der Starbootklasse bereits nach fünf Wettfahrten uneinholbar vorn. "Das Warnemünder Segelrevier ist wie die deutsche Karibik", schwärmte Stanjek, der ebenso wie sein Vorschoter in Rostock studiert. "Schade nur, dass mit 13 Crews nicht so viele Starter dabei waren." Die erfolgreiche Wettfahrtserie sehen die beiden Segler als kleines "Trostpflaster" für die unglücklichen Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft und der Kieler Woche. Bei der Siegerehrung standen die Warnemünder-Woche-Sieger am Sonntag ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt vom Team Voigt/Struve (Neumünster) sowie Babendererde/Petrov (Lübeck) auf Platz drei.

Auch bei den schnellen Formula-18-Strandkatamaranen konnte am Sonntagabend eine Siegercrew gekürt werden. Frank Rubling vom Lübecker Yacht-Club und Vorschoter Martin Bach setzten sich am letzten Wettfahrttag knapp vor das gestern noch führende Duo Jakobitz/Schmidt aus Hamburg. Die Siegerehrung fand auf der Bühne am Strand vor Hunderten von Zuschauern statt.

Die Einhandsegler der A-Kats sind ebenfalls am Warnemünder Strand untergebracht. Nach sieben Wettfahrten hat der Däne Thomas Paasch sich hier einen respektablen Vorsprung ersegelt. Er führt vor Donald Beilke und Guido Schulte im 14 Boote starken Feld. Morgen ist für die Klasse der letzte Wettfahrttag angesetzt.

Laser: zu wenig Wind, zu viel Sonne

Schwierige Windbedingungen mit vielen Drehern und Löchern machten den Parcours am Sonntag vor allem auf der Laserbahn zum Stolperkurs. So segelte auch die Favoritin der olympischen Laser-Radial-Klasse Petra Niemann weniger souverän als sonst. Samstag noch fuhr sie dem Feld davon und war kaum zu stoppen. Bei den wechselhaften Winden musste die Berlinerin am zweiten Wettfahrttag mit einem 4. und einem 29. Platz in ihrer Gruppe vorlieb nehmen: "Heute war es ein reines Glücksspiel auf dem Wasser", meinte die Kaderathletin des Deutschen Segler-Verbandes. Auch die Wettfahrtleitung war nicht zufrieden: "Wir haben auf die Thermik gewartet, aber sie kam nicht", so Egbert Swensson. Die schwierigen Bedingungen konnten die gute Laune von Vasilij Zbogar nicht trüben. Nach einem achten Platz und einem Wettfahrtsieg verließ der Lasersegler aus Slowenien am Sonntag das Hafengelände, um sich für die restlichen Wettfahrten zu stärken: "Warnemünde ist toll – vor allem das Essen im Ort", meint der sympathische Segler.

Auch die Brüder Björn und Alexander Beilken aus Bremen konnten die schwierigen Bedingungen des Tages gut interpretieren. Die Söhne von Admiral’s-Cup-Legende Bernie Beilken führen nach zwei Wettfahrttagen souverän das Feld der 420er-Klasse an. 

43 Starter bei "Rund Bornholm"

Das Wochenende stand für die Dickschiffsegler ganz im Zeichen der Pokalregatten. Klaus Meyer siegte mit der "Kerkyra" (Rostock) in der Klasse ORC 1, Christian Zschiesche mit der "SchwuppDiWupp" (Greifswald) bei den Yardstick-1-Startern, und der legendäre Vierteltonner vom Typ "Hiddensee" "Kalkei" mit Skipper Frank Schubert (Rostock) gewann die Klasse Yardstick 2. Knapp 20 Crews kämpften vor der Küste um die Titel.

Für 43 der Crews ging es heute Morgen gleich weiter, denn die Kielyachten starteten zur Langstrecke. Rund um die dänische Ferieninsel Bornholm führt der 360 Seemeilen lange Kurs die teilnehmenden Yachten.

Gestartet wurden die Gruppen ORC 2/Yardstick 2 an der Mittelmole und die ORC 1/Yardstick 1-Yachten. Starts wie Zieldurchgänge sind besonders gut von den Warnemünder Molen aus zu beobachten. Mehr als zwei Tage sind die Segler auf See, und die ersten Yachten werden ab Mittwoch im Ziel erwartet.

Besonderes Highlight der 69. Warnemünder Woche: ein Privatmatch zwischen den beiden Volvo Ocean Racern "Rostocker" und "Mac Arosa", der ehemaligen "Toshiba/SEB" und der ehemaligen "illbruck". Diese mittlerweile zum Stadtbild von Rostock zählenden Yachten (drei ehemalige Whitbread bzw. Volvo Ocean Racer liegen bereits im Rostocker Stadthafen) bekommen einen eigenen Start und kämpfen danach um den erstmalig ausgeschriebenen Rostocker Pilsner Cup.

Matthias Beilken am 03.07.2006

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