Nachwuchs

Sommermärchen in drei Kapiteln

Deutschlands Segeltalente stillen in diesem Traumsommer ihren Titelhunger: Drei WM- und EM-Titel für die Laser-Jugend. WM-Silber im Opti

Tatjana Pokorny am 26.07.2013
Lasersegler Theodor Bauer

Lasersegler Theodor Bauer

Der deutsche Segelnachwuchs der Nationalmannschaft hat bei den "Laser Radial Youth Europeans" in Kroatien und den "Balaton Laser Worlds" in Ungarn in diesem Super-Sommer Titel in Serie abgeräumt. Julia Kühn aus Konstanz gewann vor wenigen Wochen den Europameistertitel in der U-17-Wertung in Kroatien. Svenja Weger und Theodor Bauer gelang nun sogar jeweils das "Doube": Die 20-jährige Svenja Weger aus Kleinmachow gewann gleichzeitig den WM- und EM-Titel in der U21-Wertung in Ungarn, ihr Teamkamerad Theodor Baur aus Malchin siegte in der U19-Wertung doppelt.

Lasersegler Theodor Bauer

U19-Weltmeister und Europameister: Lasersegler Theodor Bauer

Laser-Radial-Steuerfrau Svenja Weger

Laser-Radial-Steuerfrau Svenja Weger

Aus Svenja Wegers Sicht schien das Siegen ganz leicht: "Als ich am ersten Tag in Führung lag, war ich komplett entspannt und es lief wie von alleine. Jetzt gehe ich mit einer extra Portion Selbstbewusstsein in die Senioren-EM im September." Weger gewann ihre Titel mit mehr als 20 Punkten Vorsprung vor der Konkurrenz. Begeistert kommentierte auch der 18-jährige Schüler Theodor Baur seinen Durchmarsch auf dem Balaton: "Ich bin ultrazufrieden. Diese Regatta war mein Saisonhöhepunkt und es hat einfach alles gepasst." Flankiert wurden die Erfolge von weiteren Top-Ten-Platzierungen deutscher Talente: Die Kielerin Pauline Liebig erreichte in der U21-WM-Wertung Platz sieben. Im WM-Feld der Laser-Standard-Junioren gelang Philipp Kasüske aus Berlin als Siebter der Sprung unter die besten U21-Steuerleute.

Laser-Radial-Steuerfrau Svenja Weger

Laser-Radial-Steuerfrau Svenja Weger: Weltmeisterin und Europameisterin

Der nächste Coup gelang Nils Sternbeck vom Yacht-Club Seeshaupt in Bayern in dieser Woche auf dem Gardasee bei der Weltmeisterschaft der Optimisten. Zwar konnten weder der erst zwölf Jahre alte Nils noch einer der anderen 255 startenden Konkurrentinnen und Konkurrenten den überragend segelnden Loh Jia Yi aus Singapur gefährden, der in zehn Wettfahrten nur 13 Punkte sammelte. Doch Nils Sternbeck reichten insgesamt drei Tagessiege und eine konzentrierte Serie zur Vize-Weltmeisterschaft vor Loh Jia Yis Landsmann Tan Edward. Platz sieben erkämpfte sich Lukas Hesse aus Paffing mit 64 Punkten. Die deutsche Mannschaft erreichte in der Teamwertung mit Nils Sternbeck, Lukas Hesse, Paul Feldhusen, Deike Bornemann und Linus Klasen Platz zwei hinter der Mannschaft aus Singapur.

Nils Sternbeck

Nils Sternbeck

Tina Lutz/Susann Beucke

Heute Olympia-Hoffnung im 49er FX, 2005 erste deutsche Weltmeisterin im Optimisten: Tina Lutz

Zweiter deutscher Opti-Weltmeister nach Tina Lutz: Julian Autenrieth gewann die Titelkämpfe 2006

Die Erfolgsgeschichte der deutschen Optimistensegler hatte 2005 Tina Lutz eingeläutet, die als erste Deutsche den WM-Titel in der Jüngstenklasse gewinnen konnte und heute in der olympischen Bootsklasse 49er FX mit ihrer Vorschoterin Susann Beucke zu den weltbesten Mannschaften zählt. Ein Jahr nach Lutz gewann Julian Autenrieht den WM-Titel. Erfolgreichste Opti-Nationen waren bei den seit 1962 ausgetragenen Opti-Weltmeisterschaften die Schweden und die Argentinier mit jeweils acht Titeln. Erstaunlich: Die Briten haben als erfolgreichste olympische Segelnation des 21. Jahrtausends noch nie einem Optimisten-Weltmeister gestellt.

Tatjana Pokorny am 26.07.2013

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