Monaco Globe Race

"SMA" gewinnt den Flautenpoker vor Monaco

Paul Meilhat und Gwenolé Gahinet haben die Monaco Globe Series gewonnen und dabei ihre Vorteile als "Non-Foiler" ausspielen können. "Malizia" als Siebte im Ziel

Tatjana Pokorny am 07.06.2018
Monaco Globe Series
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Monaco Globe Series 2018: die Sieger auf "SMA"

Die Idee, die Imoca-Flotte am Ende der Premiere der 1300-Seemeilen-Langstrecke im westlichen Mittelmeer über eine weite Strecke an der französischen und monegassischen Küste entlangsegeln zu lassen, kam als Bumerang zurück. Die sonst so rasanten 60-Fußer mühten sich dem Start- und Zielhafen Monaco in extrem leichten Winden entgegen. Als Erste hatten sich die Sieger Paul Meilhat und Gwenolé Gahinet auf "SMA" vom Zeitlupen-Rennen erlöst und die Ziellinie am Donnerstagmorgen um 8.17 Uhr nach 3 Tagen, 19 Stunden und 17 Minuten auf See gekreuzt. Meilhat sagte: "Das war ein verrücktes Rennen, physisch hart und nervenaufreibend."

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Als älterer "Non-Foiler" im Glück: Die "SMA" gewann die Langstrecke durchs westliche Mittelmeer von und nach Monaco

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Segelte bei der Monaco Globe Series auf Platz 3: "Newrest – Art de Fenêtres"

Platz zwei holten sich nach mehreren Positionswechseln und intensivem Duell mit der Crew auf "Newrest – Art de Fenêtre" die Deutsch-Französin Isabelle Joschke und Alain Gautier auf ihrer "Monin", die knapp zwei Stunden nach den Gwinnern über die Ziellinie gingen. Boris Herrmann und Pierre Casiraghi dagegen mussten sich am Ende der Auftakt-Regatta zur neuen Imoca Globe Series mit Platz sieben in der Flotte der neun Boote zufrieden geben. "Darüber sind wir vielleicht ein bisschen enttäuscht, weil wir zwischendurch auch schon auf Platz vier lagen", sagte Boris Herrmann, "aber die Non-Foiler haben ihre Vorzüge bei diesen leichten Bedingungen gut nutzen können. Da waren die älteren Boote mit Schwertern etwas im Vorteil, sind allerdings auch sehr gut gesegelt worden."

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Pierre Casiraghi (l.) und Boris Herrmann

Für den Wahl-Hamburger und seinen monegassischen Co-Piloten Pierre Casiraghi war es trotzdem eine interessante Regatta. "Die Stimmung bei uns an Bord war entspannt. Pierre ist auch einfach ein lockerer Typ, und wir haben das Rennen nicht zu ernst genommen", berichtete Herrmann. Was daran liegt, dass die Bedingungen bei dieser Langstrecke jenen bei der angestrebten Teilnahme an der Nonstop-Weltumseglung Vendée Globe 2020 und den meisten anderen Imoca-Regatten nicht besonders ähnlich sind. "Das hier ist ein Sonderfall, wenn auch eine sehr schöne Regatta. Es kam nicht, wie ich ursprünglich dachte, zur Perlenkettenbildung. Wir hatten gute Matches, und es hat Spaß gemacht. Aber es war eben das Mittelmeer mit seinen oft leichten Winden. Und es ist auch cool, dass sich die älteren Schiffe einmal so in Szene setzen konnten."

Für Boris Herrmann geht es am 17. Juni weiter mit einem Solo-Training: Dann überführt er "Malizia" allein nach Bermuda, um von dort aus am 8. Juli mit kleiner Crew in die Atlantic Anniversary Regatta zum 150. Geburtstag des Norddeutschen Regatta Vereins zu starten. "Dafür erwarte ich variable Bedingungen, keine Passat-Route, eher eine Nord-Route", so Herrmann.

Tatjana Pokorny am 07.06.2018

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