Offshore

Sir Robin mustert 68er-Flotte aus

Das Clipper Race, die Weltumsegelungs-Regatta für Amateurcrews, wird ab 2013 auf 70-Fuß-Yachten ausgetragen. Tony Castro hat sie gezeichnet

Pascal Schürmann am 06.01.2011

So sollen die neuen Clipper-70-Yachten aussehen

Sir Robin Knox-Johnston hat sich selbst ein Jubiläumsgeschenk gemacht. Seit 15 Jahren führt er das britische Unternehmen Clipper Ventures, das diverse Offshore-Segelevents veranstaltet. Eines davon ist das Clipper Round the World Yacht Race. Dafür stand zuletzt eine Flotte von identischen 68-Fuß-Yachten zur Verfügung. Diese werden 2011 zum letzten Mal auf große Fahrt geschickt.

Sir Robin hat angekündigt, dass beim Clipper Race 2013/14 auf 70-Fußern gesegelt wird. Gezeichnet worden sind sie von Tony Castro. Die Yachten sollen in China gebaut und anschließend in England ausgerüstet werden. An Bord wird dann Platz für 22 statt bisher 20 Crewmitglieder sein.

Ursprünglich wurde das Etappenrennen um die Welt, an dem immer wieder mal auch deutsche Segler teilnehmen, auf 60 Fuß großen Yachten ausgetragen, und zwar von 1996 bis 2003. Den nachfolgenden 68-Fußern war nur ein kurzer Auftritt auf der Weltbühne vergönnt.

Die Flotte der Clipper 68er beim vergangenen Clipper Round the World Yacht Race

Das könnte unter anderem auch an mannigfachen Problemen gelegen haben, die an den Booten bei den letzten Auflagen des Rennen aufgetreten waren. 2006 mussten alle Schiffe einen Zwangsstopp einlegen, weil die Kiele abzufallen drohten. Und 2009 setzte eine Crew ihr Schiff bei Java auf die Klippen – Totalverlust.

Insofern überrascht es nicht, dass die Ablösung der "68er-Generation" zu einem so vergleichsweise frühen Zeitpunkt erfolgt. In diesem Jahr müssen sich die im August startenden Crews allerdings noch mit dem alten Material zufrieden geben.

Sir Robin verspricht, dass die neuen Boote den Anforderungen ans streckenweise doch recht harte Offshore-Segeln besser gerecht werden. "Das neue Rumpfdesign wird die Yachten nicht nur schneller machen, sie werden auch raumschots im Surf besser zu beherrschen sein."

Unter anderem sollen die Boote Doppelsteueranlagen erhalten, zwei Ruder und einen sechs Fuß langen Bugspriet, an dem ein Code Zero gesetzt werden kann.

Pascal Schürmann am 06.01.2011

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