Travemünder Woche

Segeln auf Biegen und Brechen

Man wusste, dass das Sturmtief „Otto" dick auftragen würde, deshalb kamen zum Auftakt nur die Dickschiffe zum Zug. Und auch da gab's Bruch

Dieter Loibner am 24.07.2011
TW 2011

Noch alles gut: Die Dehler 34 „Sisqua" surft eine Welle ab. Wenig später wurde sie flachgelegt und kam ohne Mast wieder hoch

Schauerböen mit bis zu 30 Knoten ließen gestern bei der 122, Travemünder Woche nur die Seesegler in Aktion treten, die auf der Mittelstrecke von Travemünde nach Grömitz mit den Elementen ebensosehr zu kämpfen hatten, wie mit der Konkurrenz. Passend zur Windrichtung lief dann auch  „Westwind“ mit Kai von Berg am Steuer als erste Yacht ins Ziel. Für die Skiffs, Jollen und offenen Kielboote, die um die Bojen hätten segeln sollen, war's schlicht zu viel. Die blieben an Land, genauso wie die sehr schnellen und sehr zerbrechlichen Foilermotten, die in der Segelarena Trave für Unterhaltung hätten sorgen sollen.

TW 2011

Los geht's: Der spätere Sieger „Westwind" (GER 6222) hat den Bug am Start schon vorn

Draußen am Meer, fernab vom Publikum, gab's auch Dramatik. Zum Beispiel auf „Sisqua“, einer Dehler 34, auf der  sich vor dem Wind der Mast verabschiedete. „Eigentlich waren die Verhältnisse mit 24 bis 26 Knoten Wind nicht zu heftig in dem Moment und alles gut segelbar,” sagte Skipper Armin Balser nachher. „Aber wir wurden von einer Welle rumgerissen, legten eine Patenthalse hin und lagen auf der Seite – mit Baum und Spinnakerbaum im Wasser. Dem Druck hat der Mast nicht standgehalten und ist auf Höhe des Spibaum-Beschlages gebrochen“. Zur Schadensbegrenzung mussten die Reste des Riggs gekappt werden und gingen samt Großsegel auf Grund. Das mastlose Boot lief dann unter Maschine nach Großenbrode ab.

TW 2011

Kampf mit dem Element: Der Auftakt der TW 2011 forderte die Seesegler. Hier die Corsair 31 „Hallo Tri"

Schnellstes Schiff auf dem kürzeren Kurs war „Na und“, die damit in der OSC-II-Wertung an der Spitze lag. Die anderen Sieger nach Handicap waren „Picaro“ in der OSC I und „Scylla“ in der OSC III Klasse. Heute wird’s wohl wieder rauh, wobei laut offiziellem Programm die Seesegler ihre Rückregatta segeln sollen. Ob die kleineren Boote wie J/22 (EM), 14-Fuß Skiffs, Musto Skiffs, Dyas, Finn, Kielzugvögel (jeweils ab 11 Uhr) und die 18-Footer (ab 13 Uhr) auch segeln dürfen, wird kurzfristig entschieden.

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Dieter Loibner am 24.07.2011

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