Bermuda 1000

Seb Simon macht das Rennen – kein Happy End für Herrmann

Der Franzose hat die 2000-Seemeilen-Langstrecke von Douarnenez rund Azoren und zurück nach Brest gewonnen. Boris Herrmann hat offenbar technische Probleme

Tatjana Pokorny am 17.05.2019
Bermuda 1000
Team Arkéa

Sébastien Simon hat das Bermuda-1000-Rennen auf "Arkéa-Paprec" gewonnen

Um 10.34 Uhr hat Sébastien Simon am Freitagmorgen jubelnd die Ziellinie des Bermuda-1000-Rennens vor Brest gekreuzt. Für den in Wirklichkeit 2000 Seemeilen langen Kurs von Douarnenez rund Fastnet-Felsen und Azoren und zurück nach Brest hat der Franzose auf "Arkéa-Paprec" 7 Tage, 17 Stunden und 34 Minuten gebraucht.

Bermuda 1000

Sébastien Simon an Bord seiner Imoca "Arkéa-Paprec"

Die Flotte der insgesamt 17 Solo-Skipper und ihrer Imocas hatte Simon über weite Strecken unangefochten angeführt. Als zweites und drittes Boot werden "Maître Coq IV" mit Yannick Bestaven und "V and B – Sailing Together" mit Maxime Sorel in Brest erwartet. Ob Sorel Bestaven auf den letzten 15 Seemeilen noch Platz zwei streitig machen kann, wird erst der Zieldurchgang zeigen. Mit nur 0,1 Seemeile Rückstand auf Sorel könnte auch Sam Davies auf "Initiatives – Cœur" noch in den Kampf um einen Podiumsplatz eingreifen.

Bermuda 1000

Die Zwischenstände zeigen es: Seb Simon hat das Rennen auf "Arkéa-Paprec" nach 7 Tagen, 17 Stunden und 34 Minuten gewonnen. Hinter ihm ringen zwei Skipper und eine Skipperin um die beiden verbliebenen Podiumsplätze

"Malizia"-Skipper Boris Herrmann beim ersten Testschlag vor Lorient

Das Rennen hatte für ihn so vielversprechend begonnen, doch ein Happy End war "Malizia"-Skipper Boris Herrmann nicht vergönnt

Schlechte Nachrichten dagegen gab es am Freitagmorgen für die Fans von Boris Herrmann. Wer nach dem Aufwachen auf den Tracker schaute, der musste sich schon sehr wundern. Denn "Malizia II – Yacht Club de Monaco" segelte plötzlich nicht mehr auf Kurs Podium, sondern war auf Platz sechs zurückgefallen. Aufmerksame Beobachter werden bereits am Vortag bemerkt haben, dass Herrmann am Donnerstagmittag sehr plötzlich sehr viel langsamer geworden war. Inzwischen segelt der Imoca-Skipper Brest aber immerhin wieder mit konstant zurückhaltender Geschwindigkeit um acht, neun Knoten entgegen. Trösten wird ihn das reine Ankommen aber nicht, denn der sehr realistische Traum vom Spitzenplatz bei dieser Regatta scheint auf bittere Weise im Endspurt geplatzt zu sein. Sehr offensichtlich ist es ein technisches Problem, das Herrmann einen Strich durch die guten seglerischen Leistungen gemacht haben muss. Details dazu will das Team Malizia erst nach dem Zieldurchgang von Boris Herrmann mitteilen.

Hier geht es zu den Zwischenständen.

Tatjana Pokorny am 17.05.2019

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