Europameisterschaft 5.5er

Schön, Wieser und Auracher holen EM-Silber im 5.5er

21 Teams aus acht Nationen haben die EM der 5.5-Meter-Klasse zur spannend-schönen Sommersegelschau vor Sanremo gemacht. Das "Momo"-Trio segelte auf Platz zwei

Tatjana Pokorny am 30.08.2020
5.5er EM
Robert Deaves UK / 5.5 Metre Class

Bildschön im EM-Revier vor Sanremo: Dieter Schöns "Momo" mit Schweizer Segelnummer 229

An Finn-Olympiasieger und Starboot-Weltmeister Mateusz Kusznierwicz mit Przemyslaw Gacek und Simon Fry auf der "Aspire" (10 Punkte) kamen die neuen deutschen Vize-Europameister nicht ganz vorbei, auch wenn Dieter Schön, Markus Wieser und Thomas Auracher sehr nah dran waren. Die erhoffte Chance, die Spitzenreiter am letzten Tag noch einmal gefährden zu können, die bekamen Schön, Wieser und Auracher in der hartnäckigen Flaute nicht mehr. Für das eingespielte deutsche Trio war Silber der Lohn für eine starke Segelwoche im italienischen Revier vor Sanremo. Nach insgesamt sechs Wettfahrten verwies die "Momo"-Crew (15 Punkte) ihre Kontrahentin "New Moon II" (17 Punkte) mit Mark Holowecko, Christoph Burger und Peter Vlasov auf Platz drei. Jürg Menzi, Jürgen Eiermann und Bo Selko segelten mit "Marie Françoise XXI" auf Platz sechs.

5.5er EM

Steuermann Dieter Schön mit Markus Wieser und Thomas Auracher auf "Momo"

5.5er-Europameister Mateus Kusznierewicz im Interview

Von den sechs gesegelten Rennen fanden zwei in gutem Wind statt. Darüber hinaus hatten die Mannschaften mit sehr leichter Brise zu kämpfen. Gefordert waren Geduld, Konzentration und Durchhaltevermögen in heißen Sommertemperaturen. Gewinner Mateusz Kusznierewicz sprach den meisten Teilnehmern aus der Seele, als er sagte: "Es ist schade, dass wir am letzten Tag nicht mehr segeln konnten. Für unser Boot, aber auch für den Wettbewerb hätten wir uns das gewünscht. Wir sind Athleten und brauchen das. Insgesamt aber sind wir glücklich und haben die Regatta in diesem besonderen Jahr genossen, das ein hartes Jahr für den Segelsport ist."

5.5er EM

EM-Szene vor der Bella-Italia-Kulisse von Sanremo

Dieter Schön erzählte bei der Europameisterschaft, wie er zum 5.5er-Segeln kam: "Ein Freund hat mich überzeugt, in die Klasse einzusteigen, weil es die beste Drei-Mann-Kielboot in der Art ist, wie das Boot segelt. Es ist ein Boot, das viel Spaß macht zu segeln. Ich denke, ich werde in der Klasse bleiben." Über ihren Vizetitel freut sich die deutsche Crew sehr. Markus Wieser sagt: "Wir waren nach vier Rennen vorne, aber Mateusz Kusznierewicz wurde immer besser. Er hat gesteuert und verdient gewonnen. Wir sind sehr zufrieden."

Hier geht es zum EM-Endergebis.

5.5er EM

Schöne Begegnung auf dem EM-Revier: Der französische 5.5er (links) und das Boot von Andreas Christiansen mit Michael Kurtz und Moritz Christiansen, die auf EM-Platz 14 segelten

Was Vizeeuropameister Dieter Schön über die 5.5er-Klasse denkt und wie Mateus Kusznierwicz den Auftakt kommentierte

Tatjana Pokorny am 30.08.2020

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