Mai-Offshore-Regatta

Saisonauftakt für die Seesegler bei der MaiOR

Anspruchsvolle Bedingungen auf dem Stollergrund vor Kiel-Schilksee. Sieben Wettfahrten für ORC, zehn für die Einheitsklassen

YACHT Online am 06.05.2019
Maior 2019
www.segel-bilder.de

Die X-41 "Sportsfreund, Gewinnerin Gruppe ORC i+II

Nach dem Auftakt bei eisigen Temperaturen und bis zu 25 Knoten Wind folgten für die knapp 60 Yachten vor Kiel ebenso anspruchsvolle Bedingungen am zweiten Tag und drehende Winde am Abschlusstag. „Aus unserer Perspektive waren das perfekte Segeltage“, sagte Wettfahrtleiter Eckart Reinke bei der Siegerehrung am Sonntag. „Es gab keinen Protest, tolle Starts und faire Wettfahrten.“ Die dennoch mit allem sportlichen Ehrgeiz geführt wurden. Auch Seesegel-Klassenpräsident Bertil Balser zeigte sich zufrieden mit der ersten Station des neu aufgelegten RVS Inshore Cups 2019: „Bei der MaiOR geht es immer darum zu schauen, was der Winter so gebracht hat. Alle Crews scheinen auf einem guten Weg zu sein.“

Balser selbst blickte auf ein überaus erfolgreiches Wochenende zurück, sicherte sich auf der neuen X-41 „Sportsfreund“ mit (Ersatz-)Skipper Gordon Nickel mit nur 6,5 Punkten in sieben Wettfahrten den Gesamtsieg der Klasse ORC I+II. „Wir sind sehr happy“, so Balser, der den Erfolg aufgrund des späten Einstiegs in die Saison und der Pause der „Sportsfreund“ im vergangenen Jahr nicht erwartet hatte. „Es ist ein bisschen überraschend, dass wir uns in so kurzer Zeit so gut eingespielt haben“, sagte er mit Blick auf drei neue Crewmitglieder. Sechs Siege (ein geteilter mit der „Halbtrocken 4.0“) und ein zweiter Platz brachten der „Sportsfreund“ fast die Idealnote ein. Der Kampf der X41 ist damit neu sortiert, denn hinter der „Sportsfreund“ reihten sich die beiden Schwesterschiffe, die „Halbtrocken 4.0“ von Michael Berghorn (Kiel) und die „Sydbank“ von Torsten Bastiansen (Flensburg) ein. Der „Sydbank“ gelang am letzten Tag noch der Sprung auf das Treppchen. Den Platz hatte die neue Landmark 43 „Intermezzo“, die 2018 als „Santa“ noch die WM gewann, unfreiwillig durch einen verpatzten Auftakt am Sonntag mit Rang 14 freigemacht. „Die Mannschaft wollte etwas ausprobieren, und wir haben den Riggtrimm verändert“, sagte Eigner Jens Kuphal (Berlin). „Danach lief die Kiste einfach nicht. Anschließend sind wir wieder auf die alten Einstellungen zurückgegangen, und prompt war es wieder ein zweiter Platz.“ Der reichte allerdings nicht mehr, um die „Sydbank“ noch zu gefährden.

Maior 2019

Die Italia 9.98 "Immac Fram" gewann in Gruppe ORC III

In der kleineren Klasse ORC III fuhr die Kieler „mmac Fram“ mit Steuermann Kai Mares einen mindestens ebenso souveränen Sieg ein. Zweiter wurde die Hamburger „H.E.A.T.“, auf Platz drei landete die Kieler „OneSpirit“ mit Skipper Sören Brandt – dem einzigen verbliebenen Crewmitglied aus dem vergangenen Jahr, als die „OneSpirit“ mit Gordon Nickel an der Pinne deutscher Meister wurde.

Maior 2019

Martin Menzner war bei den J-80 nicht zu schlagen

In den Einheitsklassen J/70 und J/80 war die Beteiligung zwar nicht so hoch wie erhofft, dennoch lieferten sich auch die Crews auf der dicht unter Land liegenden Regattabahn spannende Duelle. „Am Sonntag war es sehr knifflig“, sagte J/80-Skipper Martin Menzner, der mit der „Pike“ zum insgesamt 13. MaiOR-Sieg fuhr. „Das waren drei sehr gute Tage.“ In diesem Jahr siegte die Menzner-Crew vor Arne Wilcken (Schilksee) und Hauke Krüss (Helgoland).

Maior 2019

Charlotte Braun-Dullaeus gwann die J-70-Konkurrenz

In der J/70 kämpften die Eckernförder „Jinto“ und die Berliner „Sanna R.“ bis zum letzten Schenkel um den MaiOR-Sieg. „Das war sehr spannend und knapp. Wir hatten eigentlich den Plan, das schon in der vorletzten Wettfahrt zu entscheiden, was aber nicht funktioniert hat“, sagte „Jinto“-Skipperin Charlotte Braun-Dullaeus mit Blick auf Platz drei im neunten Rennen, der die siegreiche „Sanna R.“ um Steuermann Gerd Knospe bis auf einen Punkt heranrücken ließ. „Unser Vorteil war, dass wir sehr konstant gesegelt sind, auch am Sonntag, der wohl der anspruchsvollste Segeltag war“, sagte Braun-Dullaeus. „Es war vor allem auf der Kreuz wirklich schwer einzuschätzen.“ Ein zweiter Platz im Abschlussrennen sicherte der Eckernförder Crew den J/70-Gesamtsieg. Die reine Damencrew der „Albis“ macht mit Platz drei das Podium komplett und konnte sich darüber hinaus noch über den „Helga Cup Sonderpreis“ freuen.

Alle Ergebnisse...

YACHT Online am 06.05.2019

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