Atlantic Anniversary Regatta

"Rambler 88" gibt nach Ruderbruch auf

Der Favorit auf die schnellste gesegelte Zeit ist schon kurz nach dem Start der Atlantikregatta aus dem Rennen

Lars Bolle am 10.07.2018
Atlantic Anniversary Regatta 2018
John Manderson / AAR

"Rambler 88" beim Start vor Bermuda

"Rambler 88"-Navigator Stan Honey hat das Race Committee der Atlantic Anniversary Regatta informiert, dass die Yacht heute, am 10. Juli 2018, gegen 01:32 UTC etwas im Wasser getroffen und infolgedessen das Backbordruder verloren hat. Deshalb werde das Rennen vorzeitig beendet und nach Newport/Rhode Island (USA) zurückgekehrt. Alle Crewmitglieder seien unversehrt.

Damit ist schon kurz nach dem Start der Topfavorit auf die schnellste gesegelte Zeit aus dem Rennen. Teil zwei der schlechten Nachricht: Damit wird die "Rambler 88" voraussichtlich auch nicht zur großen Jubiläumsparty im Hamburger Hafen kommen und zu besichtigen sein.

Derweil versuchen die anderen Teilnehmer, die Eingewöhnungsphase möglichst schnell hinter sich zu bringen. Von Bord der Class 40 "Red" heißt es: "Es ist selten der beste Tag einer großen Passage. Du fühlst dich ein wenig seekrank, vermisst die Schönheit des Lebens an Land, die Menschen, die Farben, die Gerüche. Du fühlst dich immer noch unwohl mit der Bewegung des Bootes, und es ist in der Tat unbequem: Eine leere Höhle, die in den Wellen auf und ab hüpft, du kannst dich nicht bewegen, ohne dich zu halten, wie auf einer Achterbahn. Du musst dich zwingen zu essen, weil dein Magen nicht wirklich will. Und dann die Dunkelheit in der Nacht, die Manöver auf dem Vordeck, in Wellen geduscht, immer ein bisschen gruselig, während du mit 17 Knoten die Wellen hinuntersurfst."

Die Crew der "Bank von Bremen" schreibt: "Vor 24 Stunden hatten wir einen aufregenden Start in Bermuda. Seitdem sind wir 247,4 Seemeilen gefahren. Alles begann mit perfekten Vorwindbedingungen, und wir genossen das fantastische Segeln. Die Bedingungen unter Deck waren jedoch eher eine Sauna. Melli, unsere Skipperin, dachte darüber nach, dass sie sich darauf freut, in den Norden zu kommen, da sie viele warme Sachen im Gepäck hat. In der Nacht intensivierte sich der Wind bis auf 27 Knoten. Wir mussten vom Gennaker zur Genua wechseln. Dies war ein intensives All-Hand-Manöver und eine gute Team-Erfahrung. Seit dem Morgen wird die Windgeschwindigkeit immer höher, und wir haben Schauer, Unwetter und Böen bis zu 37 Knoten."

Von Bord der Broader View heißt es: "Nach nunmehr anderthalb Tagen auf See ist die Stimmung ungebrochen. Wir durften bei schönsten Bedingungen vor Bermuda dieses Rennen antreten: Bei 15 bis 20 Knoten südlichem Wind und strahlendem Sonnenschein herrschte bestes Fußballwetter! Die medienwirksame Up- und Downstrecke traten wir zwar eher im Langstreckenmodus an, doch gezeitet wird ja bekanntlich im Ziel. Dafür gingen wir frisch gestärkt durch Risotto à la bonheur auf die Reise, die erste von gut 60 Trockenmahlzeiten, die uns Funky Arne kurz vor Start in traumhafter Kulisse in den Narrows von Bermuda darreichte. Der perfekte Auftakt in diese lang erwartete Regatta."

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Lars Bolle am 10.07.2018

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