Rolex Sydney Hobart Race

Protest gegen "Wild Oats XI": Droht erneut der Titelverlust?

Es muss der "Wild Oats XI"-Crew wie ein Déjà-vu erscheinen: Wie schon 2017 sieht sich das Team nach dem Jubel über die "Line Honors" von einem Protest bedroht

Tatjana Pokorny am 28.12.2018
Rolex Sydney Hobart Race
Rolex/Studio Borlenghi

Wird es ein unangenehmes Déjà-vu oder ein Happy End für die schon in den vergangenen Jahren schwer geprüfte Crew der "Wild Oats XI" geben: Wie 2017 auch sieht sich die Mannschaft um Skipper Mark Richards erneut von einem Protest bedroht. Den Protest hat die Wettfahrtleitung des Rolex Sydney Hobart Race eingelegt. Zuvor war ihr von "Black Jack"-Eigner Peter Harburg berichtet worden, dass das AIS der "Wild Oats XI" während des Rennens nicht durchgehend gesendet habe. Die australische "Black Jack" hatte bei dieser 74. Auflage des Weihnachtsklassikers Platz zwei hinter "Wild Oats XI" und vor "Comanche belegt. Alle vier Super-Maxis waren in diesem Jahr binnen rund 43 Minuten ins Ziel gekommen, hatten sich über die 628 Seemeilen lange Distanz von Sydney nach Hobart einen packenden Wettkampf geliefert.

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Erst gefeiert, jetzt gefährdet: Mark Richards' "Wild Oats XI"-Crew muss um den Sieg bangen

Infolge von Harburgs Bericht hatte die Wettfahrtleitung selbst ermittelt und auf Basis gesammelter Fakten den eingelegten Protest bekannt gegeben. Laut einer Pressemitteilung der Veranstalter des Rolex Sydney Hobart Race hält die Wettfahrtleitung es für möglich, dass es zu einer Verletzung von Regel 11.4 der Segelanweisung gekommen sein könnte, die wiederum die spezielle Regel 4.09 (a) betrifft. Paul Billingham, Kommodore des ausrichtenden Cruising Yacht Club of Australia, erklärte: "Die Wettfahrtleitung ist die unabhängige Autorität des Rennens, die sicherstellt, dass die Objektivität gewährleistet bleibt."

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Der erste Bericht über das nicht durchgehend sendende AIS der "Wild Oats XI" kam von der zweitplatzierten Konkurrenz auf "Black Jack". Wird die "Wild Oats XI" wieder entthront?

Vor einem Jahr schon war "Wild Oats XI" nach der ersten Freude über die auf dem Wasser errungenen "Line Honors" für eine Regelverletzung in der Startphase des Rennens im Duell mit der australischen "Comanche" bestraft worden und hatte dadurch doch noch den Sieg nach gesegelter Zeit und den Rennrekord verpasst. Vor Bekanntgabe des Protests hatte die "Wild Oats XI"-Crew deswegen heute den neunten "Line Honors"-Triumph in der Sydney-Hobart-Geschichte ihrer 14 Jahre alten Erfolgsyacht besonders ausgiebig gefeiert. Jetzt aber steht wieder ein dickes Fragezeichen dahinter. Der Protest soll schnellstmöglich verhandelt werden.

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Der Protest überschattet den "Wild Oats XI"-Erfolg wie die Wolken auf diesem gelungenen Bild ihres Zieleinlaufs in Hobart

Tatjana Pokorny am 28.12.2018

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