Transat 6.50

Plattbug-Mini bleibt weiterhin vorn

Der ungewöhnliche Prototyp von David Raison bleibt auch nach Durchquerung der innertropischen Konvergenzzone in Führung, Riechers auf sechs

Johannes Erdmann am 25.10.2011
Übliche Ansicht der "Team Work Evolution" – von hinten

Übliche Ansicht der "Team Work Evolution" – von hinten

Im Hafen ist der platte Bug ein Hingucker, auf See fällt er gar nicht mehr auf – weil die Kollegen meist nur das Heck der "Team Work Evolution" zu sehen bekommen. Der Brite David Raison hält weiterhin den ersten Platz. Hinter ihm liegen bei den Protos auf Rang zwei Thomas Normand und auf Platz drei Bertrand Delesne. Letzterer war es, mit dem Riechers kurz nach dem Start zur ersten Etappe in Frankreich kollidierte. Deshalb dürfte es dem Deutschen ein besonderes Anliegen sein, sich zurück an die Spitze zu kämpfen. Derzeit segelt Riechers aber mit 143 Seemeilen Rückstand zu Raison auf Platz sechs.

Der zweite deutsche Teilnehmer, Björn Freels, konnte sich mit seinem Pogo "Rikki Tikki" auf Rang 28 der Serienboote vorkämpfen. Allerdings hat er die innertropische Konvergenzzone mit ihren unstetigen Windverhältnissen erst noch vor sich, während Riechers und die Führungsspitze bereits morgen die letzen tausend Meilen in Angriff nehmen und bald wieder auf stetige Passatwinde hoffen dürfen.

Inzwischen abgeborgen: Scott Cavanough

Inzwischen abgeborgen: Scott Cavanough

Die Ausfälle unter den Teilnehmern häufen sich indes. Nachdem einige Boote mit technischen Problemen die Kapverden angelaufen haben, hat es nun auch zwei Komplettaufgaben gegeben: Mathieu Claveau wurde bereits am Sonntag durch das Begleitboot "Edulis" von seinem Mini "Okoume Les chevaux du Beal" abgeborgen, nachdem er mit einem UFO ("unidentified floating object" – unidentifiziertes schwimmendes Objekt) kollidiert war. Heute hat außerdem der Australier Scott Cavanough seinem Prototypen "Brainchild.org.au" aufgegeben, nachdem das Schiff bei einem Mastbruch schwer beschädigt worden war. Die Amerikanerin Emma Creighton ("Pocket Rocket") erfuhr von Cavanoughs Notruf und setzte das Rennen bis zum Eintreffen des Begleitschiffes "Pen Ar Clos" aus, hielt sich stattdessen in seiner Nähe auf, um ihn im Notfalls abbergen zu können. Inzwischen befindet sich der Segler an Bord des Motorschiffes und wird dort bis zur Ankunft in Brasilien bleiben.

Insgesamt steigt die Zahl der Aufgaben bei den Protos damit auf fünf, bei den Serienbooten auf acht.

Racetracker, 25. Oktober 2011

Racetracker, 25. Oktober 2011

Weitere Informationen auf der offiziellen Website und im Racetracker.

Johannes Erdmann am 25.10.2011

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