Silverrudder 2018

Organisatoren der Einhand-Regatta erwägen Änderungen

Nach teils kontroversen Diskussionen um die Sicherheit der Soloskipper hat Veranstalter Ole Ingemann Nielsen angekündigt, die Regeln zu überdenken

Jochen Rieker am 25.09.2018
Silverrudder-Organisator Ole Ingemann Nielsen
YACHT/T. Pokorny

In den vergangenen Tagen gab es auf Facebook einen regen Austausch über die Entscheidung der Wettfahrtleitung, das Silverrudder-Rennen rund Fünen trotz stürmischer Wettervorhersage zu starten. Während die Mehrzahl der Segler die alleinige Verantwortung bei den Skippern sieht, wurde angesichts Dutzender teils schwerer Havarien insbesondere nach dem Start vereinzelt auch Kritik an den Veranstaltern laut.

Heute Abend nun reagierte Ole Ingemann Nielsen, der Chef des Organisations-Komitees. In einer Stellungnahme fand er empathische Worte und ließ erkennen, dass die Häufung von Schäden vor und während der Passage der Brücke südlich von Svendborg zu einem Umdenken führen könnte.

Wörtlich sagte er: "Wir haben mit großer Reue registriert, dass Yachten der Teilnehmer beschädigt wurden, und wir erkennen, dass wir Glück hatten, dass kein Mensch verletzt wurde. Wir werden unsere in diesem Jahr gewonnenen Erkenntnisse sorgfältig prüfen und nach Möglichkeit Bereiche für Verbesserungen und Überarbeitungen besprechen. Mit den verfügbaren Ressourcen im Svendborg Amatørsejlklub werden wir die notwendigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass das Silverrudder für so viele von uns auch weiterhin der Höhepunkt des Segeljahres bleibt."

Die Ankündigung bedeutet eine bemerkenswerte Abkehr von Nielsens ursrpünglicher Reaktion am Sonnabend, kurz nach dem Start, als er eine Änderung der Statuten mit dem Hinweis ausgeschlossen hatte, dass die Wettfahrt "sonst keine echte Challenge" sei. 

Der Mann, der von Beginn an so etwas wie die Seele der Wettfahrt ist, zeigte sich offenbar tief beeindruckt von den Reaktionen, die er anfänglich noch als "Shitstorm" in den sozialen Medien abgetan hatte. Inzwischen aber überwiegt die Einsicht, dass auch die Veranstalter einen Teil der Verantwortung für das Starkwind-Fiasko tragen, das einige Skipper erlebten. "Eine solche Häufung von Schäden muss in Zukunft vermieden werden", sagte er.

Zu den Maßnahmen, die diskutiert werden, zählt nach YACHT-Informationen unter anderem die Option, bei vergleichbaren Bedingungen den Startbereich vor die Brücke zu verlegen, unter der sich dieses Jahr die Mehrzahl der Havarien und Rammings zugetragen hatte.

Ole Ingemann Nielsen schloss seine Zusicherung mit einem Satz an die Teilnehmer: "Wir hoffen aufrichtig, Euch alle nächstes Jahr wiederzusehen."

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Jochen Rieker am 25.09.2018

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