Isaf-Jahrestagung

Olympiaklassen leben länger

Im Ringen um Konstanz, Klarheit und die Olympiaklassen der Zukunft hat der Welt-Seglerverband entschieden: Alles bleibt wie es ist – vorerst

Tatjana Pokorny am 18.11.2013
Toni Wilhelm surft vor Palma de Mallorca

Sollen bis mindestens 2020 olympisch bleiben: die RS:X-Surfer

Schluss mit dem Hin und Her, Schluss mit Kampf und Krampf: Der olympische Segelsport will zuverlässiger und verständlicher werden. Als erste Maßnahme beschloss der Welt-Seglerverband unter Führung des neuen Präsidenten Carlo Croce, dass die Olympiadisziplinen für die Regatta vor Rio de Janeiro 2016 nicht mehr verändert werden und mindestens bis Tokio 2020 Bestand haben sollen.

Laser Weltmeisterschaft 2013 Oman Tag 1

Der Laser ist die wohl ungefährdetste olympische Segeldisziplin. Philipp Buhl kämpft bei der laufenden WM im Oman um einen Spitzenplatz

Die Kiter können nur hoffen, dass der Welt-Seglerverband bei seinem angekündigten Versuch Erfolg hat, dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zwei weitere Segelmedaillen abzutrotzen. Gesichert scheint das olympische Überleben vorerst für die bestehenden Klassen und Disziplinen: Surfen Männer (RS:X), Surfen Frauen (RS:X), Einhandjolle Männer (Laser), Einhandjolle Frauen (Laser Radial), Einhandjolle Männer "Schwergewicht" (Finn-Dinghy), Skiff Männer (49er), Skiff Frauen (49er FX), Zweihandjolle Männer (470er), Zweihandjolle Frauen (470er), Mixed Zweihand-Mehrrumpfer (Nacra 17).

Nacra 17

Die Mixed-Disziplin Nacra 17 – hier mit Roland und Nahid Gäbler – feiert 2016 vor Rio de Janeiro Olympia-Premiere

In den zehn Disziplinen wird allerdings unterschiedlich um Olympiamedaillen gekämpft. Die 470er-, Laser-, Laser-Radial- und Finnsegler werden eine Qualifikationsserie mit jeweils zehn Wettfahrten (zwei Rennen pro Tag) und ein Finalrennen der besten zehn Starter absolvieren.

Für 49er, 49er FX und Nacra 17 ist eine Serie mit zwölf Wettfahrten (drei Rennen pro Tag) und ebenfalls ein Finalrennen der besten zehn Teilnehmer vorgesehen. Die Surfer sollen ganz ähnlich um Edelmetall kämpfen, doch über die Anzahl der Rennen pro Tag soll erst nach den olympischen Testregatten in den Jahren 2014 und 2015 entschieden werden. Über weitere olympische Rahmenbedingungen will der Welt-Seglerverband bei seiner Frühjahrstagung im Mai 2014 entscheiden. Anschließend muss das Qualifikationssystem noch vom IOC genehmigt werden.

Die Nationenqualifikation für die Olympischen Spiele 2016 beginnt bei der Isaf-Weltmeisterschaft im spanischen Santander. Dort werden 50 Prozent der olympischen Startplätze vergeben. Die anderen 50 Prozent können 2015 und 2016  bei Kontinental-Regatten erkämpft werden.

Geplant ist für die nahe Zukunft die Vereinigung von Welt-Seglerverband (Isaf) und dem Internationalen Behinderten-Segelsportverband (IFDS). So wollen künftig beide Verbände zusammenführen, was zusammengehört und die Interessen ihrer Mitglieder besser vertreten.

Tatjana Pokorny am 18.11.2013

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