Bermuda 1000

Mit den Flügeln der Madonna

Boris Herrmann scheint den Vierkampf im Bermuda-1000-Rennen zu genießen. Am Dienstagabend hatte sich der "Malizia"-Skipper wieder auf Rang zwei vorgearbeitet

Tatjana Pokorny am 14.05.2019
Sam Davies und ihre "Initiatives - Coeur"
@gpguyader sur @initiativescoeur

Sam Davies und ihre "Initiatives – Cœur" mit neuen Foils

Route du Rhum 2018

Boris Herrmann vor seiner Route-du-Rhum-Premiere als Solist in der Imoca-Klasse

Erst auf Rang vier verdrängt, dann wieder auf Platz zwei vorgearbeitet: Boris Herrmann kämpft im Bermuda-1000-Rennen hart für seinen Erfolg und den angestrebten Podiumsplatz. Insbesondere sein Duell mit der Britin Sam Davies gestaltete sich schon mehrfach spannend. Die ist mit ihrer Imoca "Initiatives – Cœur" mit neuen Foils unterwegs und war vor Rennstart nicht nur von Boris Herrmann zur Favoritin gekürt worden. In einer Nachricht von Bord schrieb "Malizia"-Skipper Herrmann, als er sie gerade wieder einmal jagte: "Da hat sie nun die Flügel der Madonna, aber wir sind aktuell ein bisschen schneller." Wenige Stunden später hatte sich das Klassement zu seinen Gunsten verschoben. Und Herrmann schrieb: "Auf der Jagd nach Sam sind wir nun wieder deutlich vor ihr. Und viel schneller. Das scheint merkwürdig, denn wir segeln mit den gleichen Segeln."

Bermuda 1000

Flügel der Madonna?

Bermuda 1000

Sam Davies bei den Azoren

Eine Tatsache war sein gelungenes Überholmanöver allerdings. Am späten Dienstagabend hatte sich Boris Herrmann kurz vor Mitternacht in der Flotte der 17 Solisten auf dem 2000-Seemeilen-Kurs von Douarnenez rund Fastnet-Felsen und Azoren und zurück nach Brest auf Platz zwei vorgeschoben. Vom französischen Spitzenreiter Sébastien Simon trennten den künftigen Vendée-Globe-Starter nur noch 23,5 Seemeilen. Auf Samantha Davies hatte sich der Wahl-Hamburger zu dem Zeitpunkt einen Vorsprung von drei Seemeilen erarbeitet.

Wie eng es auf dem Kurs ständig zugeht und wie schnell "Malizia" unterwegs ist, zeigt dieser kurze Clip von Boris Herrmanns fünftem Tag auf See

Bermuda 1000

Die Zwischenstände am späten Dienstagabend

Den letzten Wegepunkt bei den Azoren haben die Spitzenreiter der Langstrecke bereits gerundet und sind auf dem Heimweg. Wie Herrmann es in einer E-Mail von Bord formulierte: "Es ist ein viel schöneres Gefühl, einer Landmarke als einer virtuellen Marke entgegenzusegeln. Die Idee, Brest anzusteuern, gefällt mir gut. Hätte ich wählen dürfen, wäre ich noch lieber nach Monaco gesegelt – oder zu einem anderen sonnigeren Ort weiter im Süden. Ankommen werden wir voraussichtlich am Freitag."

Hier geht es zu den Zwischenständen im Bermuda 1000.

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Guter Ausblick auf "Initiatives – Cœur" für Boris Herrmann auf der Überholspur

Tatjana Pokorny am 14.05.2019

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