Regatta-News

Maxiyacht "Uca" im Pech

Mastbruch auf Fehmarn-Regatta

Fridtjof Gunkel am 28.06.2004

Deutschlands schnellstes Regattaschiff hat während der Fehmarn-Regatta der Kieler Woche das komplette Rigg verloren. "Uca"-Projektleiter und YACHT-Herausgeber Jörn Bock berichtet.

"Eigentlich war gar nicht viel los. Wir sind um die Tonne vor Bagenkop, es war nachts so gegen 0.30 Uhr. Der Wind wehte mit vielleicht 21 Knoten, wir fuhren mit einem Reff im Groß und der Genua IV hoch am Wind. Plötzlich ohne jede Vorwarnung brach der Mast in Höhe des Lümmellagers. Verletzt wurde niemand, abgesehen von den kleinen Stichwunden durch herumfliegende Kohlefasersplitter - das war wie in einem schwarzen Sandsturm." Da der Mast gegen das Schiff schlug und stark zu beschädigen drohte, musste die Crew das gesamte Rigg opfern. Es gab keine Chance, die insgesamt 1,5 Tonnen Material an Deck zu hieven. Mit einem Akku-Trennjäger schnitten sie sämtliche Teile frei; das Rigg liegt jetzt auf rund 13 Meter Wassertiefe. Derzeit gibt es noch keine Entscheidung darüber, ob das Rigg geborgen werden soll. Problematisch ist auch die Neubeschaffung; niemand hat passende Maxi-Riggs fertig im Regal liegen. Damit ist der weitere Regatta-Plan für dieses Jahr ungewiss. Eigentlich sollte das Schiff von Klaus Murmann an der Langstrecke Gotland Rundt sowie einigen Veranstaltungen im Mittelmeer teilnehmen. Es gibt bislang keine Informationen darüber, was zum Bruch geführt haben kann. Fest steht, dass das Nordic-Rohr hinsichtlich seiner Festigkeit bislang keinen Hinweis auf Probleme erkennen ließ. "Uca" hat rund 13.000 Seemeilen auf der Logge, inklusive zweier Atlantik-Passagen. Insofern ist ein Langzeitschaden nicht auszuschließen.

Fridtjof Gunkel am 28.06.2004

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