America's Cup

Mastbruch bei Alinghi, Kollision bei Prada

Einen Tag vor Beginn der Halbfinalläufe zerlegten die Schweizer und Italiener ihr Material

Lars Bolle am 09.12.2002

Der gebrochene Mast bei Alinghi

Die Verschiebung der ersten Rennen wegen zu viel Wind kommt den Teams Alinghi und Prada mehr als gelegen. Sie können jetzt das Material in Ruhe reparieren, das sie in den letzen Trainingsstunden beschädigten.

Die Schweizer testeten am Sonntagmorgen mit den beiden Yachten SUI-64 und SUI-75, als das Top-Stück das Mastes von SUI-64 vor dem Wind bei 23 Knoten brach. Glück im Unglück: In dieser Konfiguration wollten die Schweizer mit SUI-64 einen Tag später gegen Oracle BMW Racing antreten. Bei etwas weniger wind hätte das Match auch stattfinden können, aber es wäre immer noch so viel Wind gewesen, dass der Mast auch im Rennen hätte brechen können.

Es dauerte rund zwei Stunden, um das Großsegel zu bergen und den Mast so weit zu stabilisieren, dass der Schlepp zurück in den Hafen durchgeführt werden konnte. Es wurde niemand verletzt. Alinghis Design-Koordinator Grant Simmer sagte: "Es ist schade, denn diesen Mast wollten wir im ersten Rennen einsetzen. Aber wir haben ein Ersatz-Rigg."

Zusätzliche Bootsbaustunden handelte sich auch das italienische Team Prada ein. Während des Trainings am Freitag kollidierten die beiden Boote ITA-74 und ITA-80 miteinander. "So etwas kann beim Training passieren", so Skipper Francesco de Angelis. "Es ist wie beim Skifahren: Wenn man niemals hinfällt heißt das, dass man sich nicht sehr anstrengt."

Lars Bolle am 09.12.2002

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