America's Cup

Mastbruch auf „Shosholoza“

Kohlefasermast brach während einer Trainingsfahrt des Cuppers vor Valencia

Matthias Beilken am 13.07.2005

Einst ragte er 33 Meter hoch über den Meeresspiegel, jetzt liegt er tief darunter. Der nach den Regatten von Valencia neu gestellte Mast kam direkt nach einem Riggcheck von oben.

Den Check hatte der Hamburger Tim Kröger auf der von T-Systems gesponserten südafrikanischen Yacht durchgeführt. Wieder an Deck angelangt, turnte er hinunter zum Mastfuß, um auch den zu kontrollieren. „Als ich die ersten krachenden Geräusche hörte, bin ich wie von der Tarantel gestochen ins Vorschiff gehechtet, um nicht erschlagen zu werden.“ An Deck sei niemand verletzt worden, so Kröger.

Was genau diesen Schaden an der Spiere, die zum Zeitpunkt des Versagens etwa 50 Tonnen Druck ausgesetzt war, verursacht hat, ist nicht klar. Damit Experten der Ursache auf die Spur kommen können, soll der Mast wieder gehoben werden. Der Unfall fand bei nur zirka zehn Knoten Wind statt. Die Yacht fuhr kurz vor dem Mastbruch zirka neun Knoten.

„Riggs für den America’s Cup werden speziell für diesen Wettkampf entwickelt, und dabei bewegen wir uns immer auf einem sehr schmalen Grad zwischen Leistung und Sicherheit. Deshalb ist es keineswegs ungewöhnlich, dass es aufgrund kleinster Einflussfaktoren draußen auf dem Meer oder geringfügiger Ungenauigkeiten im Design und der Konstruktion zu unvorhersehbaren Fehlern kommt“, kommentiert Chef-Designer Jason Ker (Großbritannien) den Vorfall.

Zum nächsten Act des America’s Cup vor Malmö (24. August bis 4. September 2005) wird Team Shosholoza wieder mit dem von Team Alinghi gekauften Mast segeln, der bereits vor Valencia zum Einsatz kam.

Matthias Beilken am 13.07.2005

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