SailGP

Marie und die schnellsten Regattasegler der Welt

Zur Premiere des neuen SailGP in Sydney werden voraussichtlich 30 Männer und eine Frau in sechs Teams antreten. Nacra-17-Weltmeisterin Marie Riou ist im Einsatz

Tatjana Pokorny am 09.02.2019
Marie Riou
Dongfeng Race Team

In einer knappen Woche steigt die erste SailGP-Schau im Sydney Harbour. Die von Russell Coutts und Larry Ellison neu kreierte Profiserie auf optimierten und identischen ehemaligen Cup-Katamaranen namens F50 findet am 15. und 16. Februar vor der prächtigen Kulisse des Opernhauses in der ehemaligen australischen Olympia-Metropole statt. Mit von der Partie sind für die sechs gemeldeten Teams aus ebenso vielen Ländern voraussichtlich 29 Männer und eine Frau: die Französin Marie Riou tritt für Frankreich an.

Bretonischer Auftritt, klares Ziel: Frankreichs SailGP-Team will im SailGP mehr als nur mitsegeln. Das schnelle Nacra-17-Duo Besson/Riou soll der Motor für die Erfolgsambitionen sein

Die Nacra-17-Weltmeisterin, Volvo-Ocean-Race-Siegerin und Weltseglerin des Jahres 2018 verstärkt das Team um Steuermann Billy Besson. Zusammen waren Besson und Riou 2016 die Top-Favoriten auf Nacra-17-Gold, als sich der Steuermann kurz vor den Olympischen Spielen verletzte und das Duo in Rio de Janeiro enttäuscht mit Platz sechs zufrieden sein musste. Jetzt wollen es Besson, Riou und ihre Mitstreiter auf den rasenden F50-Katamaranen, die Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 53 Knoten erreichen können sollen, auf Grand-Prix-Ebene noch einmal wissen.

Was Fans der neuen Profiserie in diesem Jahr erwartet

"Es wird spektakulär!", freut sich Billy Besson auf das Kräftemessen auf den 15 Meter langen Zweirumpfern. Auch die viermalige Weltmeisterin Marie Riou kann den ersten Startschuss kaum erwarten: "Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieses französischen Teams zu sein, insbesondere mit Billy als Skipper. Er ist extrem talentiert, und ich vertraue ihm komplett. Ich bin auch sehr geehrt, als erste Frau auf dem F50 zu segeln. Ich hoffe, es werden weitere Frauen folgen, weil diese inklusive Liga ja wächst. Aber zuerst und am meisten bin ich ein Wettkampftyp und eine Seglerin, die sich auf diese Gelegenheit freut, einige sportliche Sternstunden für das Team und unser Land anzustreben."

So berichtete "10 News First Sydney" über das bevorstehende Segel-Spektakel

Das erste Kräftemessen der Premierensaison verspricht spektakulären, aber auch gefährlichen Sport. Die imposanten, bis zu 100 Stundenkilometer schnellen Boote wollen vor allem in Duell-Situationen und bei Tonnenrundungen gebändigt werden. Unter den Steuerleuten der sechs Mannschaften aus Großbritannien, den USA, Australien, Frankreich, China und Japan sind einige der namhaftesten Segler der Zeit. Für die Gastgeber ist America's-Cup-Gewinner und Olympiasieger Tom Slingsby mit sehr erfahrener Crew am Start. Die Geschicke der Chinesen lenkt Matchrace-Weltmeister Phil Robertson aus Neuseeland. Für Japan steuert der achtmalige Weltmeister, 49er-Olympiasieger und ehemalige America's-Cup-Steuermann des schwedischen Team Artemis: Nathan Outteridge aus Australien. Das amerikanische Team wird von Rome Kirby angeführt, die Briten treten mit dem Erfolgs-Duo Dylan Fletcher und Chris Draper an. Die 49er-Weltmeister und der Cup-erfahrene Draper wollen mit SailGP-Erfolgen aus dem Schatten von Großbritanniens Segelsuperstar Sir Ben Ainslie segeln.

SailGP

Der fünfmalige America'-Cup-Gewinner und Finn-Olympiasieger Russell Coutts hat den SailGP ersonnen, den zunächst Software-Milliardär und Segelenthusiast Larry Ellison finanziert. Coutts strebt nichts weniger an als "den Segelsport neu zu definieren"

Tatjana Pokorny am 09.02.2019

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