Rolex Sydney Hobart

„Loki” gewinnt nach berechneter Zeit

Endlich gewonnen! Bei seinem 14. Anlauf erfüllte sich „Lokis” Eigner einen Lebenstraum. Aber auch Jessica Watson hatte Grund zum Feiern.

Dieter Loibner am 30.12.2011
Rolex Sydney Hobart Race

Mit Stil und Spee holte sich „Loki" den Sieg nach Handicap und in der IRC Klasse

 

Wegen des nachlassenden Windes, der die langsamern Boote benachteilgte, konnte der Sieger nach berechneter Zeit gekürt werden und das war dieses Jahr „Loki”, die Reichel-Pugh 63 von Stephen Ainsworth, die zu den für den Seig nach Berechneter Zeit favorisierten Yachten gehörte. „Loki” ist in Europa weniger bekannt, segelt jedoch seit vier Jahren in australiaschen Küsten- und Offshore-Regatten überaus erfolgreich. Es war die Erfüllung eines Trausms für Ainsworth, dessen vorheriges Boot beim Rolex Middlesea Race von 2007 nach Ruderbruch gesunken war. Als Lohn für seine konsequenten Bemühungen wurden ihm der begehrte Tattersall-Cup für den Sieg nach IRC überreicht und natürlich auch die nicht minder begehrte Rolex Armanduhr.

Rolex Sydney Hobart Race

Der strahlende Sieger Stephen Ainsworth (l.)

„Die Freude ist riesig, es ist hinreißend und ein tolles Gefühl, diese Regatta zu gewinnen”, verlautete Aisnworth bei der Siegerehrung. „Mit 14 Teilnahmen weiß ich, wie schwer es ist, dieses Rennen zu gewinnen. Ich hab’s ja lang genug probiert. Das Ziel der Navigatoren war, nicht stehen zu bleiben und das ist uns gelungen, obwohl wir ein paarmal knapp dran waren. Schauen Sie sich „Wild Oats XI” an, das hätte uns genauso gehen können.”

Rolex Sydney Hobart Race

„Ella Baché" auf dem Weg nach Hobart

Während die Hoffnung für die Nachzüglern schwand, respektable Zeiten für ein gutes Handicap-Finish zu ersegeln, wurde von den schon im Ziel Befindlichen umso ausgiebiger gefeiert. Dazu gehört seit gestern auch „Ella Baché”, die rosa Sydney 38, das Boot der 18-jährigen Jessica Watson, die als jüngster Skipper mit der jüngsten Crew Sydney Hobart Geschichte schrieb. Nach 4 Tagen, 2 Stunden und 13 Minuten auf See belegten die Youngsters, bei denen auch der Brite Mike Perham mitsegelte, der vor Watson den Titel des jüngsten Soloweltumseglers innehatte, den zweiten Platz in der Sydney 38 Klasse. Das war nur knapp vier Minuten vor „The Goat”, einem direkten Rivalen. Insgeamt bedeutete dies für Jessica & Friends den guten 37. Platz unter 76 gewerteten Booten. 

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Feiern mit Jessica (4.v.r.): Die Crew von „Ella Baché", im Schnitt die jüngste in der 67-jährigen Geschichte des Rennens

Logisch, dass Fräulein Watson von ihren Kolleginnen und Kollegen formlos und unter lautem Gelächter vom Steg ins Hafenwasser befördert wurde. Sieger müssen nun auch mal leiden, auch wenn sie nicht gewinnen. „Es war sehr schön, so wie erwartet”, sagte Watson hinterher. „Wir hatten drei rauhe  Nächte (mit Wind) genau auf die Nase. Es war nicht heftig, aber halt ziemlich ungemütlich für eine ganze Weile.”

Die Rangliste. Mehr auf der Veranstalterseite und bei Jessica Watson

Dieter Loibner am 30.12.2011

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