Baltic 500

Line Honors für "Red", Kantersieg für Mini "Mex"

Erwartungsgemäß war die Class 40 "Red" bei der neuen Ostsee-Rallye am Wochenende als Erste im Ziel. In der Mini-Wertung beeindruckte "Mex" mit Dominanz

Tatjana Pokorny am 02.06.2019
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Eine Stunde vor Mitternacht kreuzte Mathias Müller von Blumencrons Class 40 bei der Premiere des Baltic 500 die Ziellinie und sicherte sich die Line Honors

Eine Stunde vor Mitternacht war Mathias Müller von Blumencrons Class 40 "Red" als einziges Boot der Flotte schon am Samstagabend im Ziel. Damit haben sich der Eigner und Skipper vom Norddeutschen Regatta Verein sowie sein Co-Pilot Martin Buck die Line Honors bei der Premiere der neuen Ostseeregatta für Zweihandcrews verdient. Für den Gesamtsieg nach berechneter Zeit aber werden die zwei Tage, 12 Stunden, 29 Minuten und 44 Sekunden, in denen die beiden erfahrenen Seesegler den Kurs inklusive "fieser und gemeiner Welle im großen Belt" und der finalen "Erlösung nach der Hüpferei hoch am Wind" gemeistert haben, nicht reichen.

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So war die "Red" am Donnerstagmorgen ins Rennen gestartet

Das erste kurze Fazit von Skipper Müller von Blumencron fiel trotzdem rundum positiv aus: "Ein tolles Rennen!" Am Sonntagmittag führte Jonas Hallbergs "Hinden" die Gruppe der kleinen ORC-Yachten nach berechneter Zeit an. Bei den großen ORC-Yachten lag Tim Behrendts "Frida" vorn. Beide Boote haben die Ostsee-Rallye unter dem Stander des Kieler Yacht-Clubs bestritten.

Für Aufsehen hatte seit dem Baltic-500-Startschuss am vergangenen Donnerstag der neue Trans-Ocean-Mini "Mex" mit Maurice Oster und Oliver Tessloff gesorgt. Nach schneller Auftakt-Passage war es dem Duo gelungen, "mit elf, zwölf Knoten durch den Öresund zu hämmern", während die Mini-Konkurrenz in Flaute und Gegenstrom stecken blieb. "Dass es ein so deutlicher Sieg wird, damit haben wir vor dem Rennen aber selbst nicht gerechnet", sagte Maurice Oster, der mit seinem Co-Skipper den Lunch am Sonntagmittag bereits auf der Terrasse des ausrichtenden Yachtclub Strande genießen konnte, während die nächsten Verfolger auf "Husky" (Hasso Hoffmeister/Lina Rixgens) und "Grand Danois" (Claus Pedersen/Lisa Berger) immer noch mehr als 40 Seemeilen des rund 500 Seemeilen langen Kurses zu absolvieren hatten. Der neue Scow-Bug des TO-Minis "Mex" hatte dafür gesorgt, dass Oster und Tessloff ihrer Mini-Klasse gleich zu Beginn des Rennens – mit dem runden Bug rasant voran – auf imposante Weise hatten enteilen können. "In 25 bis 27 Knoten Wind mit Böen bis 32 Knoten ging es für uns ab", berichtete Oster über die entscheidende Phase beim Kantersieg seines Teams.

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Die "Mex"-Co-Skipper Maurice Oster (l.) und Oliver Tessloff

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Maxi-King der Mini-Klasse bei der Baltic-500-Premiere: "Mex" mit ihren Co-Skippern Maurice Oster und Oliver Tessloff

Zwölf der 49 gestarteten Boote hatten die Ziellinie des Rennens bis Sonntagmittag erreicht. Eine weitere größere Gruppe erwarteten die Organisatoren um Regattadirektor Cord Hall und den 18-jährigen Wettfahrtleiter Jan Czekala am Sonntagnachmittag. Die Siegerehrung findet am Dienstag um 18 Uhr im Yachtclub Strande statt.

Hier geht es zum Live-Tracking.

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Kamen mit ihrer L30 "Sharifa" als Zehnte der ORC-Club-Gruppe ins Ziel: Andreas Deubel (l.) mit Eigner und Baltic-500-Initiator Rasmus Töpsch

Tatjana Pokorny am 02.06.2019

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