Paralympics

Kröger nach Riggschaden kämpferisch

Heute um 18 Uhr deutscher Zeit beginnt die Segelregatta der Paralympics in Rio. Medaillen-Jäger Kröger musste schon ein neues Rigg stellen

Tatjana Pokorny am 12.09.2016
Paralympics 2016

Die deutschen Starter bei den Paralympics: Heiko Kröger (o. l.), Jens Kroker (o. r.), Lasse Klötzing (u. l.) und Siegmund Mainka wollen in zwei von drei paralympischen Disziplinen nach Medaillen greifen

Schon vor dem ersten Startschuss heute um 18.10 Uhr deutscher Zeit musste Steuermann Heiko Kröger sein Rigg für die Paralympics austauschen. Im Vorbereitungsrennen am Sonntag war das Rigg des Australiers Matt Bug im Achterstag des Deutschen eingefädelt. Dabei verbog sich Krögers Mast. "Ich war nicht schuld", berichtete Kröger, "das neue Rigg steht aber, und es kann losgehen!" Der Australier hatte sich bei Kröger persönlich und auch via Facebook offiziell für das Missgeschickt entschuldigt. Auf seine Frage, ob der Ersatzmast denn ein guter sei, schrieb Kröger als Antwort nur ein Wort: "Besser!" 

Alles zu den Disziplinen, Athleten und Regeln im paralympischen Segelsport in einem Video

80 Seglerinnen und Segler aus 23 Nationen starten heute in die vorerst letzte paralympische Regatta – die Sportart Segeln wurde für 2020 aus dem paralympischen Programm gestrichen. Doch der Welt-Seglerverband World Sailing kämpft um die Wiederaufnahme. In der Zwischenzeit machen sich die besten paralympischen Akteure unter Segeln bereit für die Abschiedsgala in Brasilien, wo in zwei von drei Disziplinen auch deutsche Starter um Medaillen kämpfen wollen. Gesegelt wird einhand auf kleinen eleganten Ein-Personen-Kielbooten vom Typ 2.4 Norlin OD (bekannt als 2.4mR) mit Heiko Kröger aus Ammersbek bei Hamburg, im Zwei-Personen-Boot Skud ohne deutsche Beteiligung und im Dreimann-Kielboot Sonar mit dem Team Lasse Klötzing (Berlin), Jens Kroker und Siegmund Mainka.

Heiko Kröger

Startklar für seinen fünften Paralympics-Einsatz: Heiko Kröger hier bei einem Weltcup-Sieg vor Hyères

Die Medaillen-Entscheidungen fallen in der Guanabara-Bucht spätestens am 17. September. Die sechstägige Regatta sieht keine Pausentage und pro Disziplin insgesamt elf Wettfahrten vor. Am Finaltag steht nur noch eine Wettfahrt für jede Klasse auf dem Programm. Gesegelt wird abwechselnd auf nur zwei Kursen, die von den Olympischen Spielen noch in guter Erinnerung sind: Sowohl der Kurs Escola Naval (dt.: Segelschule) als auch insbesondere Pão de Açucar (dt.: Zuckerhut) direkt vor dem zuschauerfreundlichen Flamengo-Strand, wo die Berliner 49er-Segler Erik Heil und Thomas Plößel im August Bronze gewonnen hatten, gelten als anspruchsvolle Spielfelder mit stark drehenden vom Zuckerhut abgelenkten Winden.

Noch einmal zum Genießen: Die schönsten Segel-Szenen der Paralympics 2012 in England

Tatjana Pokorny am 12.09.2016

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