10. Auflage RORC Caribbean 600

Katamaran gekentert, "Fujin"-Crew gerettet

Die gute Nachricht: Der Crew der "Fujin" geht es gut. Ihr Katamaran war um 1.20 Uhr deutscher Zeit am frühen Dienstagmorgen nahe der Insel Saba gekentert

Tatjana Pokorny am 20.02.2018
RORC Caribbean 600
Tim Wright/RORC/photoaction.com

In hohen Wellen und frischen Winden ist Greg Slynstads amerikanische Bieker 53 am frühen Dienstagmorgen um 1.20 Uhr deutscher Zeit nahe der Insel Saba gekentert. Das Unglück ereignete sich nach Ortszeit noch am Montagabend um 20.20 Uhr. Alle acht Crew-Mitglieder konnten gerettet werden. Stephen Cucchiaros 60-Fußer "Flow" war auf Standby, bis die holländisch-französischen Behörden ein Rettungsboot zur Unglücksstelle geschickt hatten, das die Crew in den Hafen von Saba brachte. Auch Jens Kellinghusens "Varuna"-Crew hatte umgehend ihren Kurs geändert, um dem havarierten Team zu Hilfe zu eilen, konnte das Rennen aber kurze Zeit später fortsetzen und sich inzwischen in der IRC-Gesamtwertung sogar auf Platz 3 vorarbeiten. Dagegen ist die "Black Pearl" von Stefan Jentzsch auf Rang 11 zurückgefallen.

10. Jubiläumsauflage der RORC Caribbean 600

Der gekenterte Katamaran "Fujin" kurz nach dem Start vor Antigua

In einem Statement des RORC-Regattamanagers Chris Stone heißt es im Namen der Organisatoren: "Am Montag, den 19. Februar, kenterte die 'Fujin' um 20.20 Uhr AST-Zeit (Atlantic Standard Time) nahe der Insel Saba. Die achtköpfige Crew konnte stehend auf dem umgedrehten Rumpf gesichtet werden. Alle Crew-Mitglieder sind jetzt in Sicherheit. Stephen Cucchiaros Gunboat 60 'Flow' war auf Standby, während die Rettungskräfte ihren Einsatz koordinierten. Jens Kellinghusens deutsche Ker 56 'Varuna" hat ihren Kurs geändert, um zu helfen, das Rennen inzwischen aber wieder aufgenommen. Die Küstenwache in Fort de France auf Martinique hat die Rettungsaktion koordiniert." Die Mitglieder der überaus erfahrenen achtköpfigen Segel-Mannschaft kommen aus Seattle und Washington in den USA. Neben Skipper Greg Slynstad waren auch der Boots-Designer Paul Bieker und Flying-Dutchman-Olympiasieger Jonathan McKee an Bord.

Die Crew selbst hatte vor dem Rennstart unter anderem dieses Statement abgegeben: "Was für ein großartiger Multihull-Auflauf bei der Caribbean 600 mit neun Mehrrumpfern am Start. Die Prognose verspricht reichlich Wind. Das sollte 'Fujin' liegen, wenn es nicht zu viel wird. Die Vorhersage liegt bei 20 bis 27 Knoten. Uns stehen also einige aufregende und intensive Tage bevor." Wie aufregend und intensiv es werden würde, hat das Team nicht ahnen können.

In der Klassenwertung der Class 40 ist Mathias Müller von Blumencrons "Red" inzwischen auf Rang drei vorgesegelt. Arnt Bruhns "Iskareen" lag am Dienstagmorgen auf Platz 5, während immer noch das französische Team um Catherine Pourre auf "Eärendil" die 40er-Flotte anführte.

Hier geht es zum Tracker mit den Zwischenständen.

Diesen Clip haben die Veranstalter vom RORC am Dienstagmorgen nachgereicht: Die schönsten Startszenen im Zusammenschnitt

Tatjana Pokorny am 20.02.2018

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online