Seesegeln

Inspiriert von Profiserien: RVS Inshore Cup mit neuem Format

Mit dem neuen RVS Inshore Cup und einem "Blue Book" als Anleitung zur Durchführung von Seeregatten für Veranstalter geht die RVS für 2019 in die Offensive

Tatjana Pokorny am 13.12.2018
ORCi
Max Ranchi

Es kommt reichlich Bewegung in die deutsche Big-Boat-Szene. Dafür haben das Team der Regatta-Vereinigung Seesegeln (RVS) und die Segler selbst in den vergangenen Monaten mit vielen Diskussionen, der Neuentwicklung ihrer Regatta-Formate und flankierenden Maßnahmen gesorgt. Pünktlich zum Jahreswechsel steht der neu gestaltete RVS Inshore Cup 2019 bereits in den Startlöchern. Die ORC-Serie, in deren Rahmen die deutschen Big-Boat-Teams bei vier Veranstaltungen ihre Besten ermitteln wollen, bietet für das kommende Jahr viele innovative Neuerungen und diese Regatten:

  • Runde 1: Mai-Offshore-Regatta (Kiel-Schilksee) vom 3. bis 5. Mai 2019
  • Runde 2: Kiel-Cup auf der Kieler Woche Seebahn (Kiel-Schilksee) vom 22. bis zum 25. Juni 2019
  • Runde 3: IDM Seesegeln während der Travemünder Woche (Travemünde) vom 20. bis zum 23. Juli
  • Runde 4: RVS-Saisonfinale (Port Olpenitz) vom 7. bis zum 8. September 2019

Hier geht es zu Detailinformationen auf der RVS-Homepage.

RVS

Das Logo der Regatta-Vereinigung Seesegeln (RVS)

Die Rennserie ist für alle nach ORC vermessenen Yachten offen. Dabei geht die Internationale Deutsche Meisterschaft der Seesegler mit einem Ranglistenfaktor von 1,3 in die Jahreswertung ein. Streicher sind nicht vorgesehen. Der RVS Inshore Cup verspricht schnelle, adrenalingeladene Up&Down-Wettfahrten sowie neue, kurzweilige Sprint-Formate im Coastal-Bereich. Inspiriert wurde das neue Programm von hochkarätigen Rennserien wie der 52 Super Series im Mittelmeer oder der Fast40-Serie in Südengland. Beide begeistern mit Kontinuität und klarer Struktur: Durch die Verbindung mehrerer Veranstaltungen zu einer Jahreswertung entsteht zwischen den Crews und Veranstaltern eine positive Verbindlichkeit. Die Serie wird sportlich aufgewertet, die Ergebnisse über die Saison nachvollzieh- und der Erfolg besser messbar. Die über die RVS-organisierten Segler hatten sich eine Straffung der Saison in dieser Form gewünscht.

RVS

Actiongeladen, kurz und intensiv wünscht sich die deutsche Big-Boat-Szene ihre künftigen Events

Einen Maßnahmen-Katalog für attraktivere Seeregatten liefert die RVS gleich mit. "Wir gehen mit dem RVS Inshore Cup in die dritte Saison seit unserem Relaunch. Die Idee ist jetzt aber erst vollständig entwickelt, was wir dem aktiven Austausch mit unseren Seglern als auch mit zahlreichen Veranstaltern zu verdanken haben", sagt RVS-Vorsitzender Bertil Balser. Die Saison 2019 beginnt – der Tradition folgend – mit der Mai-Offshore-Regatta vor Kiel. In enger Abstimmung mit dem Kieler Yacht-Club wurden sowohl die Regatten auf der Seebahn zur Kieler Woche neu konzipiert als auch das RVS-Saisonfinale in Port Olpenitz aufgesetzt. "Beide Events orientieren sich dabei bereits am neuen RVS Bluebook, welches die Wünsche und Ansprüche von Seeseglern an zeitgemäße Regatten erstmalig zusammenfasst und für Trends sehr positiv entwickelt", sagt der gerade neu gewählte RVS-Vize Bendix Hügelmann. "Das Bluebook fasst all die kleinen Maßnahmen zusammen, welche in der Summe eine attraktive Regatta ausmachen. Es ist unser Angebot an die Veranstalter, gemeinsam das Erlebnis für die Segler zu verbessern."

Das Regelwerk des RVS Inshore Cups wird für 2019 ebenfalls angepasst. So dürfen Teams zur Saison 2019 unabhängig vom Crew-Gesamtgewicht wahlweise einen Gast oder einen Jugendlichen bis 16 Jahren mit an Bord nehmen, was sowohl Sponsoren als auch dem Nachwuchs zugute kommt. Von dieser Regelung ist nur die Deutsche Meisterschaft ausgenommen. In Ergänzung zum Inshore Cup arbeitet die Klassenvereinigung an Angeboten für die Langstrecken- und Zweihand-Fraktion. "Double-Hand-Segeln erfreut sich seit Jahren einer steigenden Beliebtheit und passt über die Mischung aus Teamsport und Individualisierung sehr gut zum Zeitgeist", sagt RVS-Vize Bendix Hügelmann. "Wir sehen hier eine große Chance für die Attraktivität des Seesegelns insgesamt und werden in Kürze ein entsprechendes Pilot-Projekt für 2019 vorstellen", so Hügelmann weiter.

Kieler-Woche-Vergnügen für die großen Boote gehört auch 2019 zum Kernprogramm der RVS für ihre Mitglieder

Als nächster Termin steht am 16. Februar 2019 die Siegerehrung des RVS Inshore Cup 2018 in Hamburg auf dem Programm. Diese wird wie in den Vorjahren im Rahmen einer ausgelassenen Party zelebriert. Neu ist ein Eigner-Empfang vorab, welcher durch den neuen RVS-Aktivensprecher und "Intermezzo"-Eigner Jens Kuphal organisiert wird. Die RVS hatte Jens Kuphal wie auch Bendix Hügelmann im Oktober in den neuen Vorstand gewählt.

Tatjana Pokorny am 13.12.2018

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