Mini-Transat

In der innertropischen Konvergenzzone

Nach dem Passieren der Kapverden erreicht die Flotte nun das wechselhafte Wetter auf Höhe des Äquators

Johannes Erdmann am 14.10.2009

Die ITC begrüßt die führenden Boote wie zu erwarten mit schwachen Gegenwinden, während die Mitte des Feldes mit halbem Wind aufholt. Pech für Charlie Dalin, der die Gruppe der Serienboote seit dem 5. Oktober anführt.

Noch liegt er weiter an erster Stelle, aber die Verfolger Francisco Lobato (9 Meilen Rückstand) und Xavier Macaire (11 Meilen) rücken näher. Bislang war Dalin konkurrenzlos vorangesegelt, nachdem er vor neun Tagen auf einer ungewöhnlich weit westlichen Route bessere Bedingungen vorfand als der Rest der Flotte, der den Weg durch die Kanaren wählte. Nun verkleinert sich sein Vorsprung zusehends. Zwar trennen ihn nur noch 1.444 Seemeilen von dem Zieleinlauf in Bahia (Brasilien), aber dazwischen liegt noch die berüchtigte innertropische Konvergenzzone, die für flaue Winde und unberechenbares Wetter bekannt ist.

Bereits vor zwei Tagen hatte Ricardo Appoloni versucht, den seit Tagen führenden Dalin einzuholen und war bis auf sieben Meilen Rückstand herangekommen. Jetzt scheint er jedoch Energieprobleme an Bord zu haben, die auch den Autopiloten belasten, und fiel wieder auf Platz vier zurück. Francisco Lobata, der derzeit auf Platz zwei hinter Dalin liegt, ist es, der ihm nun gefährlich werden könnte. Er ersegelte jüngst mit 8,46 Knoten die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei Positionsmeldungen.

Die beiden deutschen Teilnehmer liegen derweil etwas weiter zurück: Andreas Lindlahr segelt mit Platz 26 im Mittelfeld und hat 142 Meilen Abstand zum Führenden, Norbert Maibaum liegt mit Platz 44 bereits 416 Meilen zurück. Von den acht Booten, die für Reparaturarbeiten vor einigen Tagen die Kapverden angelaufen haben, sind bereits vier wieder zurück im Rennen. Für den Norweger Jordan Staale sieht es mit seiner "Stormy" hingegen schlecht aus: Auf der kleinen Insel scheint es schwer zu werden, die nötigen Reparaturen an seinem Bug auszuführen.

Die Wettervorhersage sagt für die nächsten Tage starken Wind um 45 Knoten und schwere Regenfälle voraus.

Die aktuellen Positionen:

1. Charlie Dalin (1.444 Meilen bis ins Ziel)
2. Francisco Lobato (9 Meilen Rückstand)
3. Xavier Macaire (11 Meilen Rückstand)
4. Ricardo Apolloni (15 Meilen Rückstand)

26. Andreas Lindlahr (142 Meilen Rückstand)
44. Norbert Maibaum (416 Meilen Rückstand)

Prototypen:

1. Thomas Ruyant (1.382 Meilen bis ins Ziel)

Johannes Erdmann am 14.10.2009

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