Transat JV

"Hugo Boss" auf Kurs Vendée Globe

Das Transat Jacques Vabre kann er nicht mehr beenden, doch die Vendée Globe bleibt nach der Bergung der "Hugo Boss" Alex Thomsons Ziel

Tatjana Pokorny am 03.11.2015
Alex Thomson und Guillermo Altadill nach ihrer Rettung in A Coruña

Alex Thomson und Guillermo Altadill nach ihrer Rettung in A Coruña

Noch vor drei Tagen sah es so aus, als könnte die neue "Hugo Boss" vor Spaniens Küste sinken. Ihre Co-Skipper Alex Thomson und Guillermo Altadill waren am 31. Oktober von einem Helikopter gerettet worden, nachdem die Imoca-Yacht wegen einer Monsterwelle gekentert war und die beiden in Seenot gerieten. 

Die Wetterbedingungen hatten die erst wenige Wochen alte und noch kaum getestete "Hugo Boss" seit dem Startschuss zum Transat Jacques Vabre am 25. Oktober vor schwere Prüfungen gestellt. Ein Tief hatte der Regattaflotte nach dem Start in Le Havre bis zu 50 Knoten Wind und bis zu zehn Meter hohe Wellen beschert. Alex Thomson und Guillermo Altadill hatten versucht, den stürmischen Bedingungen südlich etwas auszuweichen. Dennoch wies der Neubau schon bald nach dem Start strukturelle Schäden auf, die die Skipper zum Anlaufen des etwa 120 Seemeilen entfernt liegenden Hafens von A Coruña bewogen. Den aber sollten sie auf eigenem Rumpf nicht mehr erreichen.

Kurz vor dem Seenotfall hatte Alex Thomson schon die Probleme angedeutet, die der erst gut eine Woche alte Neubau möglicherweise bekommen könnte

Beim Warten auf ein günstiges Wetterfenster zum Anlaufen des Hafens wurde "Hugo Boss" von einer Monsterwelle erfasst und kenterte. Alex Thomson berichtete: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich schlief gerade und wachte auf, als das Boot auf dem Kopf stand und bereits Wasser machte. Guillermo und ich haben auf die schwierige Situation als Team reagiert." Thomson hatte das Boot mithilfe des Schwenkkiels wieder aufrichten können und dann die Rettungskräfte alarmiert. Die entstandenen Schäden zwangen die Segler zum Verlassen des Bootes, das zu dem Zeitpunkt zu sinken drohte.

Inzwischen konnte "Hugo Boss" in den Hafen geschleppt werden und wird dort gründlichen Untersuchungen unterzogen. "Wir können uns jetzt als Team auf die Vendée-Globe-Kampagne konzentrieren. Wir haben früher schon Probleme überstanden, und ich bin so entschlossen wie eh und je, wieder erfolgreich zu sein." Das VPLP/Verdier-Design "Hugo Boss" hatte zu Testzwecken am Klassiker Transat Jacques Vabre teilgenommen und soll nun repariert und verstärkt werden.

El Helimer 401 rescata a los dos tripulantes de un velero

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Posted by Salvamento Marítimo on Samstag, 31. Oktober 2015

Die ersten Bilder von der Rettung der beiden Co-Skipper von der wassermachenden "Hugo Boss"

Tatjana Pokorny am 03.11.2015

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