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Hommage an "Maiden"

Am 8. März wird der Dokumentarfilm "Maiden" veröffentlicht: Zum Weltfrauentag eine Erinnerung an den Aufbruch der Seglerinnen im bekanntesten Rennen um die Welt

Tatjana Pokorny am 28.02.2019
Tracy Edwards "Maiden"
Trace Edwards/The Maiden Factor
Studio-Interview mit Dee Caffari und Tracy Edwards bei Sky Sports

Tracy Edwards bei einem TV-Interview im vergangenen Jahr

Aus heutiger Sicht ist es nur noch schwer vorstellbar, wie außergewöhnlich die Teilnahme der wagemutigen Skipperin Tracy Edwards und ihrer reinen Frauen-Crew im Whitbread Round the World Race 1989/90 war. Die Seglerinnen, die sich mit den Helden ihrer Zeit maßen und dabei auch überraschend punkten konnten, sahen sich vor ihrem historischen Start mächtigem Gegenwind ausgesetzt. Edwards erinnert sich: "Es gab Presseberichte, in denen mir schon im Vorwege die Schuld für den Fall zugeschoben wurde, dass Frauen in dem Rennen zu Tode kommen würden." Die Britin erhielt Drohbriefe; der Rasen vor ihrem Haus wurde mit Öl verseucht. "Es ist schwer, sich heute noch vorzustellen", so Edwards, "wie unmöglich dieses Projekt damals vielen erschien. Ich denke, dass wir mehr erreicht haben, als wir zu der Zeit selbst begriffen haben."

Tracy Edwards hat 1989/90 erstmals eine Frauen-Crew ins Whitbread Round the World Race geführt

Heute ist klar, dass Edwards und ihre Mitstreiterinnen Großes geleistet haben. Das Projekt hat sich im Verlauf des Rennens – und vielleicht gerade aufgrund des Widerstands von außen – zu einem Leuchtfeuer für alle entwickelt, die dem Segelsport damals schon eine moderne, weibliche Entwicklung abtrotzen wollten. Darum kämpfte Edwards wie eine Löwin. "Es war eine horrende Aufgabe, das Geld für das Projekt zusammenzubekommen." Die Teilnahme der Yacht "Maiden", da ist sich nicht nur Edwards heute sicher, "hat das Frauen-Segeln für immer verändert". Sie sei stolz darauf, dass sie das zusammen mit ihrer Crew erreicht hat. Die Frauen erkämpften damals Platz zwei in ihrer Klasse und nach berechneter Zeit Platz 18 im Feld von 23 Booten. 

Der Dokumentarfilm wird am 8. März veröffentlicht

"Maiden" zählte vor rund 30 Jahren absichtlich zu den kleinsten Booten der Whitbread-Flotte in einem der größten Felder, die je zu diesem Meeres-Marathon zusammen amen. Edwards hatte bei ihrer Whitbread-Premiere bei der vorherigen Auflage als Köchin auf der 77 Fuß langen "Atlantic Privateer" erkannt, dass ein mit 58 Fuß Länge überschaubareres Boot für Frauen besser beherrschbar sein würde. Der Zusammenhalt unter den Frauen war einer der Schlüssel für ihren Erfolg.

Der Dokumentarfilm nimmt seine Zuschauer noch einmal mit in die damalige Zeit voller Aufbruchsgeist, Abenteuer, Rückschläge und Triumphe. Er zeigt eindrucksvolle Bilder und erklärt Edwards Antrieb: "Es war etwas, das ich einfach tun musste."

Hier gibt es am 8. März weitere Infos und Interviews mit Tracy Edwards.

Tatjana Pokorny am 28.02.2019

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