Match Racing

Gleich sieben auf einen Streich

Was ist, soll nicht alles bleiben. Und was kommt, muss besser sein. So denkt die World Match Racing Tour, die neue Bootsdesigns präsentierte

Dieter Loibner am 05.06.2011
World Match Race Tour

Vlad Murnikos mx Match ist mit 48 Fuß das größte der vorgestellten Designs. Einige Details stammen vom Speed-Dream-Konzept, einer 100-Fuß-Yacht, mit der die 50-Knoten-Schallmauer durchbrochen werden soll

Am Freitag hat die Organisation der WMRT insgesamt sieben neue Bootsentwürfe vorgetellt. Damit soll das Wachstum der Veranstaltungsreihe beschleunigt werden und der sukzessive Umstieg auf Matchrace-orientierte Boote eingeleitet werden. Die ausgewählten Designs stammen von Fred Barrett (AUS), Roberto Biscontini (ITA), Adrien Jousset (FRA), Andrej Justin (SLO), Phil Kaiko (USA), Vladimir Murnikov (RUS/USA) und Christian Stimson (GBR). Und der Schwede Pelle Petterson ist mit einer neuen Variante seiner SM40 dabei, die er 2005 für die Tour entworfen hatte.

Bisher wird noch bei einigen Events auf Booten gesegelt, die eigentlich für einen anderen Zweck entworfen wurden. Zum Beispiel: Das Sportboot J 80 beim Match Race France, die modifizierte Bavaria 40 S beim Match Race Germany oder das International One Design, ein gestandener Langkieler, beim Gold Cup in Bermuda. Die neuen Entwürfe sollen nun gezielter auf die Bedürfnisse der Matchracer ausgelegt sein, wobei ungewöhnliche Ideen keineswegs tabu sind: Justin bietet dasselbe Boot in verschiedenen Längen, während Kaiko, ein America's-Cup-Designer, eine Art Baukastensystem vorschlägt, das die Boote an verschiedenste Bedingungen und Kompetenzniveaus anpassbar macht.

Die Vorgaben waren nicht leicht, weil sie den Ultrakompromiss verlangten: robust, aber schnell. Kostengünstig, aber aufregend. Taktisch anspruchsvoll, aber auch für Amateure segelbar. Und natürlich gleich gut bei allen Bedingungen. Neue Austragungsorte dürfen nun jenen Entwurf auswählen, der am besten zu den örtlichen Gegebenheiten passt, und bestehende Ausrichter werden angehalten, das existente Bootsmaterial mit einem der neuen Designs zu aktualisieren. Wie, wann und wo auch immer die neuen Boote eingesetzt werden mögen, sie versprechen frischen Wind für Segler, Veranstalter und Publikum. Und das kann nur gut sein.

Zum ausführlichen Bericht.

Dieter Loibner am 05.06.2011

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