Transat JV

Gipfelstürmer Gabart siegt im Duett

Frankreichs neue Hochsee-Ikone François Gabart und Pascal Bidégorry haben mit dem neuen Trimaran "Macif" das Transat Jacques Vabre gewonnen

Tatjana Pokorny am 09.11.2015
Gebart und Bidégorry

Gabart und Bidégorry feiern ihren Sieg auf dem neuen Trimaran "Macif"

Das Wochenende ist zum Feiern da. Und das hatten sich Frankreichs Hochsee-Darling François Gabart und Pascal Bidégorry mit ihrem neuen Trimaran "Macif" nach zwei Jahren Entstehungs- und Bauzeit sowie der kurzen Vorbereitung und einem gelungen Ritt über den Atlantik verdient. Am Samstagmorgen hatten die beiden Franzosen nach 12 Tagen, 17 Stunden, 29 Minuten und 27 Sekunden die Ziellinie des Transat Jacques Vabre vor Itajaí erreicht und die Hatz über 5400 Seemeilen von Le Havre nach Brasilien gewonnen. Für Vendée-Globe-Triumphator Gabart war es der erste Sieg bei diesem französischen Klassiker, für Bidégorry rund ein Jahrzehnt nach seiner Premiere bereits der zweite.

François Gabart und Pascal Bidégorry haben mit dem neuen Trimaran "Macif" das Transat Jacques Vabre gewonnen

Gabart erreichte das Ziel glücklich und war sichtlich erleichtert: "Es war fantastisch! Wir haben zum ersten Mal zusammen eine Regatta gesegelt und haben als Team gut funktioniert. Wir haben uns gegenseitig die Jobs machen lassen, für die wir verantwortlich waren. Wir waren extrem komplementär und haben erfolgreich zusammengearbeitet. Wir hatten am Start zwar keine Sorgen, aber wir kannten uns zu dem Zeitpunkt noch nicht sehr lange ..." Gabart hat nun alle drei großen französischen Rennen – die Vendée, die Route du Rhum und das Transat – gewonnen. Das Kunststück war vor ihm nur Michel Desjoyeaux gelungen.

Transat Jacques Vabre 2015

Spitzenreiterin bei den Imocas: "PRB"

Begeistert waren "Macifs" Bändiger darüber, dass der gigantische Trimaran bei seiner ersten Regatta nur zwei Monate nach der Taufe so gut funktionierte und keine Probleme bereitete. Wie eine erste Regatta mit einem fast werftneuen Boot schieflaufen kann, mussten jüngst Alex Thomsen und Guillermo Altadill erfahren, deren "Hugo Boss" schon zu Beginn des Transat Jacques Vabre in Seenot geraten war. Die Segler mussten von einem Helikopter abgeborgen werden, weil das Boot zu sinken drohte. Später konnte Thomsons Team die Imoca-Yacht jedoch retten und an Land schleppen, wo sie derzeit überarbeitet und repariert wird. In der Imoca-Klasse haben bislang elf von insgesamt 20 Booten aufgeben müssen – mehr als 50 Prozent der Flotte hatten das anfängliche "Demolition Derby" nicht heil überstanden oder aus anderen Gründen die Segel streichen müssen. In Führung lag am Montag "PRB" mit Vincent Riou und Sébastien Col vor "Banque Populaire VIII" mit Armel Le Cléac'h und Erwan Tabarly sowie "Queguiner – Leucémie Espoir" mit Yann Eliès und Charlie Dalin. "PRB" hatte am Montagabend noch 569 Seemeilen bis ins Ziel zu absolvieren.

Transat Jacques Vabre 2015

Armel Le Cléac'h und Erwan Tabarly auf "Banque Populaire VIII"

Schnellster der drei noch im Rennen befindlichen Multi-Fünfziger war "FenetréA Prysmian" mit Erwan Le Roux und Giancarlo Pedote vor "Ciela Village" mit Thierry Bouchard und Oliver Krauss. Die Spitzenreiter hatten noch 550 Seemeilen bis ins Ziel vor sich. In der Class 40 hatten Yannick Bastaven und Pierre Brasseur die Bugspitze vorn und noch 2239 Seemeilen bis Itajaí zu meistern. In der kleinsten Transat-Jacques-Vabre-Klasse sind bislang vier von 14 Booten ausgefallen.

Hier geht es zu den Ergebnissen und Zwischenständen

Tatjana Pokorny am 09.11.2015

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