Olympiabewerbung

Gesucht: bestes Segelrevier des Landes

Kiel, Rostock-Warnemünde oder Lübeck-Travemünde? Eine sechsköpfige Auswahlkommission prüft die Revier-Rivalen und erarbeitet die Empfehlung

Tatjana Pokorny am 21.03.2015
Der Neue und der Alte

Andreas Lochbrunner

Eine sechsköpfige Auswahlkommission wird am 9. und 10. April die drei potenziellen Segelpartner für Hamburg als offizielle deutsche Bewerberin um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 besuchen und prüfen. Im Anschluss daran wird die Kommission bis spätestens Ende April eine Empfehlung an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und die Stadt Hamburg abgeben. Mit Blick auf die Besetzung der Kommission ist sehr wahrscheinlich, dass die Empfänger der Empfehlung dem Votum der Experten folgen werden.

Olympia

Segel-Partner für Hamburg gesucht: Welches Revier darf sich mit der Hansestadt um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 oder alternativ 2028 bewerben?

21. Jugendseglertreffen 2015

Timo Haß

Mitglieder der Kommission sind Michael Neumann, Senator für Inneres und Sport der Hansestadt Hamburg, und Bernhard Schwank, Leistungssportdirektor des DOSB. Dazu kommen vier Vertreter des deutschen Segelsports, dessen Spitzenverband damit viel Expertise und Gewicht in die Entscheidungsfindung einbringt. Angeführt wird das Experten-Quartett von DSV-Präsident Andreas Lochbrunner aus Lindau. Dazu wurde die in Hamburg lebende Sportdirektorin Nadine Stegenwalner ebenso nominiert wie der Münchner DSV-Jugendobmann Timo Haß. Vierter Segel-Fachmann ist mit dem Kieler Dierk Thomsen nicht nur ein ehemaliger DSV-Präsident, sondern auch ein ehemaliges Mitglied der Evaluierungskommission des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der deutschen Olympiakampagne 2002. Nicht dabei ist auf eigenen Wunsch DSV-Vizepräsident Torsten Haverland mit dem Geschäftsbereich Leistungs- und Wettsegeln, der aufgrund einer möglichen Befangenheit auf einen Platz in der Kommission verzichtete. 

Nadine Stegenwalner

Nadine Stegenwalner

Die Aufgabe, vor der die Kommission nun steht, ist alles andere als einfach. Denn nicht nur DSV-Präsident Andreas Lochbrunner weiß: "Die Ostsee ist ein Weltklasse-Segelrevier. Sowohl Kiel als auch Travemünde und Warnemünde haben eine lange Tradition an hochrangigen und internationalen Regatten vorzuweisen." Die Wasserqualität, so Lochbrunner, sei in allen Revieren gut, die Konzepte nachhaltig und umweltverträglich. Keiner der Bewerber würde olympischen Gigantismus betreiben und daher seien alle "ideale Gastgeber" für die olympischen Segelwettbewerbe.

Dierk Thomsen

Dennoch wird die Kommission sich entscheiden müssen, denn gesucht werden nicht drei, sondern nur ein Revier, das Hamburg effektiv dabei unterstützen soll, die Olympischen Spiele nach Deutschland zu holen. Die Entscheidung soll bis Ende April fallen. Damit bleiben den Entscheidern rund fünf Wochen bis zum finalen Votum. Die einfache und doch so schwierige Herausforderung hat Michael Neumann auf den Punkt gebracht: "Wir brauchen schlicht das beste Segelrevier des Landes."

Tatjana Pokorny am 21.03.2015

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