75. Rolex Sydney Hobart Race

Geglückte Revanche für "Comanche"

Jim Cooneys und Samantha Grants 100-Fußer hat die 75. Jubiläumsauflage des australischen Langstreckenklassikers mit Sohn James und prominenter Crew gewonnen

Tatjana Pokorny am 27.12.2019
75. Rolex Sydney Hobart Race
K. Langford

75. Rolex Sydney Hobart Race: "Comanche" macht das Rennen

Im vergangenen Jahr hatte sich die "Comanche"-Crew nach langem Kampf im Ziel knapp den Rivalen auf "Black Jack" geschlagen geben müssen. In diesem Jahr gelang es dem Eigner- und Skipper-Paar Jim Cooney und Samantha Grant mit Sohn James und einer Reihe bekannter Segelprofis, der gut bekannten Konkurrenz die "Line Honors" vor der Nase wegzuschnappen. Das Verdier-Design aus dem Jahr 2014 wurde von Top-Navigator Stan Honey und der Crew mit namhaften Seglern wie dem frischgebackenen Motten-Vizeweltmeister und America's-Cup-Gewinner Kyle Langford, dem achtmaligen Ocean-Race-Teilnehmer Stu Bannatyne, Volvo-Ocean-Race-Sieger Mike Sanderson oder auch Mehrrumpf-Spezialist Mitch Booth angetrieben. Dieses Mal mit dem erhofften Erfolg: Der schwarz-rote Racer erreichte die Ziellinie nach 1 Tag, 18 Stunden, 30 Minuten und 24 Sekunden mit gut 44 Minuten Vorsprung vor Christian Becks australischer "InfoTrack". Als dritte Yacht kreuzte die neunmalige "Line Honors"-Rekordsiegerin "Wild Oats XI" der Oatley-Familie die Ziellinie des 628 Seemeilen langen Rennens von Sydney nach Hobart. Es folgten "SHK Scallywag 100" und "Black Jack". Eine neue Rekordzeit hatten die teilweise sehr leichten Winde kurz vor dem Jahreswechsel unmöglich gemacht. 

75. Rolex Sydney Hobart Race

Die "Line Honors" gehören dem Eigner-Paar Jim Cooney und Samantha Grant: "Comache" erreicht Hobart als erste Yacht

Der 100-Fußer von Jim Cooney und Samantha Grant hat den Super-Maxi-Fünfkampf der 75. Auflage des australischen Langstrecken-Klassikers gewonnen

Zwar hatte Christian Becks "InfoTrack"-Crew ihren zwischenzeitlich auf 20 Seemeilen angewachsenen Rückstand am Ende noch einmal auf sieben Seemeilen drücken können, doch zur Gefährdung von "Comanches" Triumph reichte der starke Endspurt nicht mehr – dazu fehlte es dem angreifenden Juan-K-Design in den gegebenen Bedingungen an Bootsgeschwindigkeit. "Comanche" hatte das Rolex Sydney Hobart Race 2015 erstmals mit ihren vorherigen Eignern Jim und Kristy Clark gewonnen, damals Syd Fishers "Ragamuffin 100" knapp geschlagen. "Comanche" ist der jüngste der fünf 100-Fußer, die sich bei dieser Auflage einen spannenden Kampf um den Sieg nach gesegelter Zeit geliefert haben.

75. Rolex Sydney Hobart Race

Am Start belauerten sie sich, im Ziel brachte "Comanche" ihren roten Bug deutlich vor "Wild Oats XI" über die Linie

… eingefangen bei der 75. Jubiläumsauflage des Rennens 2019

In der IRC-Gesamtwertung führte am Freitagabend deutscher Zeit Matt Allens TP52 "Ichi Ban", hatte dabei noch rund 80 Seemeilen bis ins Ziel zu absolvieren. Knapp dahinter lagen nach berechneter Zeit die Farr 40 "Enterprise" und die modifizierte Farr 40 "2 Unlimited" vor einer weiteren TP52. Im Kampf um den begehrten Tattersall Cup für die Gesamtsieger in der Handicap-Wertung nach IRC dürfte es damit bis ins Ziel spannend bleiben. Die ersten sechs, teilweise sehr unterschiedlichen IRC-Boote trennte nur eine Stunde nach berechneter Zeit, als die "Line Honors"-Sieger schon ins Ziel kamen.

75. Rolex Sydney Hobart Race

So sieht es am 2. Weihnachtstag im Syndey Harbour aus, wenn die Flotte in den 628-Seemeilen-Klassiker nach Hobart startet

Hier geht es zum Tracker und den Zwischenständen im 75. Rolex Sydney Hobart Race.

75. Rolex Sydney Hobart Race

Großes Zuschauer-Kino beim Start in Sydney: Hunderte Boote säumten den Start-Korridor zu beiden Seiten

Tatjana Pokorny am 27.12.2019

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