Regatta-News

Frühjahrs-Europameister

Das neu formierte Team Robert Stanjek und Markus Koy hat die Eastern-Hemisphere-Meisterschaft im Starboot gewonnen

Carsten Kemmling am 23.05.2005

Robert Stanjek (r.) und Markus Koy

Gleich in seiner ersten Star-Saison gelang dem 24-jährigen Berliner Laser-Umsteiger Robert Stanjek (VSaW) mit Markus Koy (NRV-Hamburg), dem ehemaligen Vorschoter von Michael Koch, ein großer Sieg.

Die Crew gewann die so genannte Frühjahrs-Europameisterschaft, offiziell Eastern Hemisphere Championship genannt, auf dem Thunersee in der Schweiz.

Mit zwei Laufsiegen in vier Wettfahrten dominierten sie klar das starke Feld der 52 Starboote aus 15 Nationen. Sie hatten schon das Practice-Race überlegen gewonnen. Ein bisschen Glück kam noch dazu, weil die letzten beiden Rennen wegen unkonstanter Windverhältnisse ausfielen und kein Streichresultat in die Wertung eingehen konnte. Aber nur wenige glaubten, dass es einen Unterschied gemacht hätte.

Einen Streicher hätte vor allem der Lokalmatador und Mitfavorit Flavio Marazzi dringend benötigt. Nach einem Wantbruch in der ersten Wettfahrt hatte er keine Chance mehr auf die vorderen Ränge und wurde am Ende Zwölfter. Auch der Finn-Bronzegewinner von Athen, der polnische Neueinsteiger Mateusz Kuznierewicz (mit Dominik Zicky), hinterlässt mit seiner zweiten Star-Regatta einen zwiespältigen Eindruck: Sein Laufsieg und weitere gute Ränge versprechen eine große Zukunft im Starboot, die Frühstart-Disqualifikation im zweiten Lauf warf allerdings auch ihn entscheidend zurück, am Schluss blieb Rang 21.

Mit einer soliden Serie belegte das kroatische Vater-Sohn-Gespann Lovrovic/Lovrovic Rang zwei, das dänischen Nachwuchsteam Monberg/Leifelt kam gegen Ende erst richtig in Fahrt und segelte sich noch auf Rang drei, knapp vor dem Schweizer Meister Philipp Rotermund/Nils Hollweg GER und den Franzosen Sevestre/Bérenguier.

Als beste Schweizer klassierten sich die Thuner Kurt und Markus Scheidegger auf einem guten achten Rang, die Routiniers Daniel und Beat Stegmeier belegten Rang zehn. Dank des hohen Isaf-Grading (weltweit erhalten nur fünf Regatten jährlich diese höchste Einstufung) werden beide in der Weltrangliste einen Sprung nach vorn machen.

Auch für das neben Stanjek/Koy zweite vom Heinz Nixdorf Verein unterstützte neue Team mit dem ehemaligen Finnsegler Matthias Miller mit Frithjof Kleen zahlte sich das intensive Wintertraining aus. Mit den Plätzen 11/2/16 lag es im Vorderfeld, hätte aber nach einem Frühstart ebenfalls einen Streicher gebraucht.

"Wir sind schnell auf allen Kursen, das Revier liegt mir", sagt Robert Stanjek, der eigentlich eine neue Laserkampagne für Peking hatte starten wollen, bis ihm der Nixdorf Verein das Angebot machte, ins Starboot zu wechseln. "Die Kommunikation mit Markus ist erstmals unter Druck auf die Probe gestellt worden, und offenbar funktioniert sie ausgezeichnet."

Infos und Ergebnisse unter: www.star-euro.ch

Carsten Kemmling am 23.05.2005

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