Paralympics

Flugzeug beeinflusst Paralympics-Race

Heiko Kröger segelt vor Rio so, wie er es sich erhofft hat, ist nach zwei Tagen Zweiter. Das deutsche Sonar-Team liegt auf Platz fünf

Tatjana Pokorny am 14.09.2016
Paralympics 2016

Heiko Kröger kämpft bei seinem fünften Paralympics-Start um die dritte Medaille

Paralympics 2016

Helena Lucas

Bislang ist es ein Auftakt nach Maß: Heiko Kröger ist nach zwei Tagen bei der paralympischen Regatta vor Rio de Janeiro im 2.4-mR-Kielboot Zweiter. Der 50-Jährige aus Ammersbek bei Hamburg liegt nach seinen Auftakt-Rängen 2 und 3 nur zwei Punkte hinter Spitzenreiterin Helena Lucas aus Großbritannien, die vor vier Jahren Gold gewinnen konnte. Am zweiten Tag der paralympischen Segelregatta war in sehr flauen Winden ein Rennen aufgrund der Überschreitung des Zeit abgebrochen worden, in dem Kröger sogar geführt hatte. Mit diesem guten Gefühl startet der Paralympics-Sieger von 2000 heute Abend ab 17 Uhr deutscher Zeit in die nächsten Wettfahrten. Hier geht es zum Live-Blog.

Krögers Eigenanalyse nach den ersten beiden Wettfahrten klang souverän: "Meine Starts waren noch nicht so prickelnd, da ist noch Luft nach oben. Sonst war ich schnell und gut positioniert unterwegs. Vor allem auf den Vormwind-Kursen lief es sehr gut. Die Bedingungen hier sind anspruchsvoll wie immer." In Winden um 7 bis 10 Knoten Wind hatten die drei Paralympics-Disziplinen ihre jeweils ersten beiden Wettfahrten auf den notorisch komplizierten Kursen Pão de Açucar und Escola Naval ausgetragen. Auch das Sonar-Team um Steuermann Lasse Klötzing konnte sich in der Spitzengruppe platzieren.

In extrem leichten Winden aber konnten die jeweils zwei Wettfahrten am zweiten Tag nicht alle gesegelt werden. In der 2.4-mR-Flotte fiel der Startschuss erst nach zwei Wartestunden. Der für den Norddeutschen Regatta Verein startende Kröger übernahm die Führung, bis das Rennen bei nur noch 1 bis 2 Knoten Wind aufgrund der Überschreitung des Zeitlimits abgebrochen werden musste. 

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Die deutsche Sonar-Mannschaft mit Steuermann Lasse Klötzing (r.), Jens Kroker (M.) und Siegmund Mainka in Rio de Janeiro beim Fotoshooting mit Richard Langdon von Oceanimages

Das Sonar-Team mit Lasse Klötzing (Berlin), Jens Kroker (Hamburg) und Siegmund Mainka (Borken) kreuzte die Ziellinie im einzigen Rennen des Tages für die Dreimann-Boote als siebtes Team und rutschte auf Platz fünf im Gesamtklassement zurück, blieb aber weiter in Schlagdistanz zu den Medaillen. "Es war ein anstrengender Tag", sagte Klötzing am Dienstagabend in Rio de Janeiro, "die zweite Runde des Rennens war nicht so glücklich für uns. Da sind wir zu früh gewendet und zu früh abgebogen. Da hätten wir mehr Boden gutgemacht, wären wir ein paar Meter weitergefahren. Für heute sind drei Rennen geplant. Da greifen wir wieder an."

Paralympics 2016

Das griechische Sonar-Team vor dem deutschen mit Steuermann Lasse Klötzing

Mehr als unglücklich war die Tatsache, dass im Sonar-Rennen eine von einem knapp über die Flotte hinwegfliegenden Flugzeug verursachte druckvolle Windbö von oben Einfluss auf die Zieldurchgänge der Spitzengruppe genommen hatte. Während der Flugverkehr während der olympischen Regatta geruht hatte, läuft er bei der paralympischen Regatta weiter. Der Stadtflughafen liegt in direkter Nachbarschaft zum paralympischen Revier unter dem Zuckerhut. Die paralympische Regatta endet am kommenden Samstag mit den Finalrennen und der Siegerehrung.

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Tatjana Pokorny am 14.09.2016

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