Eurosaf

Fliegende Deutsche in Holland

Bei der Delta Lloyd Regatta hat die 49er-Crew Erik Heil/Thomas Plößel die Führung übernommen. Auftakterfolge feiern auch die Finn-Segler

Tatjana Pokorny am 22.05.2014
Delta Lloyd Regatta 2014

Erik Heil und Thomas Plößel bei der Delta Lloyd Regatta: Die Berliner übernahmen nach fünf Wettfahrten die Führung

Erik Heil und Thomas Plößel haben bei der Delta Lloyd Regatta vor Medemblick in Holland nach fünf Wettfahrten die Führung übernommen. Die beiden Berliner starten erstmals mit ihrem neuen Mackay-49er, dessen Bau und Optimierung sie erst in Neuseeland und dann auch in der Berliner Sportgeräte-Technologieschmiede FES eng begleitet haben. "Wir sind sehr glücklich mit dem neuen Boot", sagte Heil, "vor allem vor dem Wind sind wir extrem schnell." Die Eurosaf-Regatta endet für die 49er-Segler bereits am Freitagabend mit den Medaillenrennen, während die Serie in anderen Klassen bis Samstag fortgesetzt wird.

Delta Lloyd Regatta 2014

Gemeinsam stark: Die beiden deutschen Finn-Steuermänner Philip Kasüske und Eike Martens segelten im Gleichschritt an die Spitze

Der holländische Regattaklassiker – wie die Kieler Woche keine Weltcup-Regatta mehr, sondern Teil des Eurosaf Champions Sailing Cup – leidet enorm unter der Zurückstufung und der Überschneidung mit anderen Veranstaltungen. In neun von zehn olympischen Disziplinen sind nur 230 Teams und insgesamt 334 Seglerinnen und Segler am Start. Die Konkurrenz der 49er-FX-Frauen musste ganz gestrichen werden. In den drei paralympischen Disziplinen 2.4mR, Skud und Sonar sind insgesamt nur 34 Mannschaften und 50 Seglerinnen und Segler dabei. Die meisten Disziplinen sind auch mit Blick auf die Leistungsstärke schwach besetzt. Zu den positiven Ausnahmen zählt das gut besetzte 49er-Feld.

Delta Lloyd Regatta 2014

Finnsegler Eike Martens: Zum Auftakt vor Holland mit starken Ergebnissen

Die Zwischenbilanz der beiden jungen deutschen Finn-Segler Philip Kasüske und Eike Martens kann sich trotzdem sehen lassen. Nach vier Wettfahrten liegen Kasüske und Martens auf den Plätzen eins und zwei! Hinter ihnen liegt kein Geringerer als Lokalmatador Pieter-Jan "PJ" Postma. Der Olympia-Vierte, der im Fernduell mit Robert Stanjek um den letzten Platz im Ocean-Race-Team Brunel ringt, kam mit den bislang eher leichten Winden nicht gut zurecht, könnte aber heute in mittleren Winden zwischen 10 und 18 Knoten Boden gut machen. Für die deutschen Finn-Segler bleibt das Zwischenergebnis ein großer Erfolg im Kampf um den Anschluss an die Weltspitze und eine Bestätigung der Arbeit des "FinnTeamGermany", das sich im vergangenen Jahr um den 57-jährigen dänischen Trainer Per Bagøe gebildet hat. Bei den vier Olympischen Spielen, bei denen Bagøe mit dänischen Seglern vertreten war, holten seine Schützlinge zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen.

Tatjana Pokorny am 22.05.2014

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