Rolex Sydney Hobart Race

"Ein fantastisches Rennen!"

Die "Lunatix"-Crew hat das Rennen als schnellste reine Amateur-Mannschaft beendet – die gelungene Premiere feiern Freddie Böhnert und Team in Hobart

Tatjana Pokorny am 30.12.2018
Rolex Sydney Hobart Race 2018
Lunatix

"Happy End" für die deutsche "Lunatix"-Crew von Freddie Böhnert: Die Crew auf der XP-50 hat ihre Premiere im Rolex Sydney Hobart Race als schnellste aller 20 reinen Amateur-Mannschaften beendet. Die gesegelte Zeit von 3 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten und 47 Sekunden ist in der Handicap-Wertung der "Corinthian"-Teams Platz sieben wert. In der IRC-Gesamtwertung aller 85 gestarteten Yachten bedeutete das Platz 47. Damit ist das Team mehr als zufrieden. "Es ist ein fantastisches Rennen", zog Böhnert eine erste Bilanz.

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Damien Parks "Duende" vor dem Hippolyte Rock

Bei der Ankunft in Hobart hatte sein Team Gänsehautstimmung und stehende Ovationen Tausender Segelfans erlebt. "Was für eine Kulisse, was für eine Segelsport-Begeisterung! Das Rennen hat hier in Australien mindestens den Stellenwert eines Fußball-Pokal-Endspiels bei uns", sagte Böhnert. Für den 63-jährigen Hamburger Rechtsanwalt markierte der Segelklassiker den Halbzeit-Höhepunkt seiner dreijährigen Weltumsegelung. "Es war ein Lebenstraum, hier einmal teilzunehmen", so Böhnert, der das Rennen als "extrem anspruchsvoll" beschreibt. Was den oft schnell wechselnden Windstärken, den permanent engen Konkurrenzsituationen mit anderen Booten und den hohen Anforderungen an die Crew geschuldet sei. Sein Team sei aber "mit viel seglerischer Erfahrung und mit hoher sozialer Kompetenz" unterwegs gewesen: "Die Stimmung an Bord war bis ins Ziel trotz aller Anstrengungen super."

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Der Blick auf Ian Creaks "Ausreo" zeigt die anspruchsvollen Bedingungen, die im Endspurt vor Tasmanien herrschten

Eine Kollision mit einem Mondfisch, eine etwas unheimliche Beinahe-Begegnung mit einem mehr als 20 Meter langen Wal und zwei zerplatzte Spinnaker hatten den 628 Seemeilen langen Kurs der "Lunatix" von Sydney nach Hobart gesäumt. Böhnert und ein Teil seiner Crew werden Silvester in Hobart feiern. In der Woche darauf geht es nach Sydney zurück, wo Böhnert die zurückgelassenen Ausrüstungsgegenstände seines Bootes wieder an Bord holt und dann seine Weltumsegelung via Neuseeland fortsetzen will. Der Törn um die Erde soll 2020 im Mittelmeer enden.

Hier feiern die Gewinner des begehrten Tattersall Cup ihren Triumph: Die australische "Alive"-Crew mit dem aus dem Volvo Ocean Race bekannten Navigator Wouter Verbraak siegte nach berechneter Zeit vor der Frauen-Profi-Mannschaft um Skipperin Stacey Jackson auf "Wild Oats X"

In Hobart wurden bei der offiziellen Preisverleihung am Sonntag die Sieger geehrt. Nach dem "Line Honors"-Triumph der australischen "Wild Oats XI" empfing die "Alive"-Crew den Tattersall Cup für das beste Boot nach berechneter Zeit in der IRC-Gesamtwertung. Die Australier konnten die Frauen-Profimannschaft um Skipperin Stacey Jackson auf Platz zwei verweisen. Die Ausfallrate blieb bei dieser teilweise starkwindigen, aber insgesamt moderaten und von "Northerlies" geprägten 74. Auflage des Rolex Sydney Hobart Race mit sechs Aufgaben bei 85 Startern im Rahmen. Zur kommenden 75. Jubiläumsausgabe im nächsten Jahr erwarten die Veranstalter ein doppelt bis dreifach so großes Feld, träumen von den Teilnehmerzahlen, die zum 50-Jahre-Jubiläum erreicht wurden. Damals waren 371 (!) Boote ins Rennen gegangen. 309 hatten die Ziellinie überquert.

Rolex Sydney Hobart Race 2018

Neville Blairs "Sports Bar" in vollem Offshore-Modus

Tatjana Pokorny am 30.12.2018

Das könnte Sie auch interessieren


Fotostrecken

Neueste Downloads

Yachttests


Reise-Reportagen


Ausrüstung


Gebrauchtboottests


Neue Videos


Aktuelle Artikel bei YACHT online