Sailing World Cup

Drei Tagessiege für die DSV-Damen

Moana Delle, Jurczok/Lorenz und Bohm/Goliass holen Rennsiege für das Audi Sailing Team Germany. Surf-Ass Toni Wilhelm rückt vor und hat Spaß

Tatjana Pokorny am 01.04.2014
45. Trofeo Princesa Sofia

Die spanischen Fotografen verleihen dem Regatta-Klassiker regelmäßig eine ganz eigene Handschrift: eines der Foto-Kunstwerke von Pedro Martinez

Es geht aufwärts für die besten Seglerinnen der deutschen Segel-Nationalmannschaft. Beim europäischen Weltcup-Auftakt vor Palma de Mallorca feierten die deutschen Damen am zweiten Regattatag drei Tagessiege. Sowohl RS:X-Surferin Moana Delle als auch die 49er-FX-Crew Victoria Jurczok/Anika Lorenz und die 470er-Seglerinnen Nadine Bohm und Ann-Christin Goliass konnten am Dienstag jeweils eine Wettfahrt gewinnen und sich im Klassement nach vorn schieben.

Für die Olympia-Fünfte Moana Delle aus Kiel reichte das zum Sprung auf Platz sieben, mitten in die Weltspitze hinein. Die Berlinerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz eroberten mit den Rängen 19 und 1 im Zwischenklassement sogar den dritten Podiumsplatz. Die Schwestern Ann-Kristin und Pia Sophie Wedemeyer, die das Feld der neuen olympischen Frauen-Segeldisziplin nach dem ersten Tag überraschend angeführt hatten, fielen auf Platz sieben zurück, zeigten aber mit den Rängen neun und zwölf erneut gute Leistungen. Im 470er segelten Nadine Bohm und Ann-Christin Goliass als Neunte nach vier Qualifikationsrennen in die Top Ten.

Stärkster DSV-Athlet war am Dienstag erneut Comeback-König Toni Wilhelm. Der Schwarzwälder demonstrierte mit den Rängen zwei und drei, dass er trotz eineinhalbjähriger Pause nichts von seinem Können verlernt hat. Der Olympia-Vierte liegt nach der Qualifikation auf Platz fünf und startet mit fast optimalen Voraussetzungen in die Hauptrunde. "Ich hatte heute Spaß! Es waren sehr schwierige Bedingungen, mal Gleiten, mal gar nichts, dazu eine chaotische Welle. Im zweiten Rennen des Tages hatte ich beim dritten Rang sogar noch Pech: Ich lag in Führung, habe dann aber mit einer Plastiktüte an der Finne 150 Meter verloren..."

45. Trofeo Princesa Sofia

Als wäre es nichts für den Altmeister, Olympiasieger, Weltmeister und Darling der Laser-Segler: Robert Scheidt pirschte sich nach verhaltenem Auftakt schon am zweiten Tag wieder an die Spitze der Laserflotte

Auch der WM-Dritte Philipp Buhl hielt sich vor Mallorca alle Optionen offen. Zwar konnte der Sonthofener Sportsoldat mit den Rängen neun und 15 nicht so stark auftrumpfen wie am Vortag, doch "es sind je erst etwa ein Viertel der insgesamt zu holenden Punkte vergeben". Buhl zieht als Zehnter in die Goldflotte der besten 60 Lasersegler ein, die ihre Rennen aus der Qualifikation voll mitnehmen. "Es gibt insgesamt nur ein Streichergebnis bei den Lasern", erklärte Buhl, "einige haben sich hier schon dickere Streicher eingefahren als ich." Buhl hatte im ersten Rennen des Tages auf beiden Vorwindkursen Federn gelassen und sich darüber "echt geärgert". Speed-Probleme hatte er nicht. "Ich war vielleicht etwas zu unruhig, die Welle war chaotisch", berichtete der Laser-Steuermann vom Segelclub Alpsee Immenstadt, "ich gehe aber zuversichtlich in die Hauptrunde." Die Wettervorhersage verspricht für die kommenden Tage etwas mehr Wind als die fünf bis maximal zehn Knoten, von denen die Olympiasegler am Dienstag getestet wurden.

45. Trofeo Princesa Sofia

Fotograf Jesus Renedo gelang dieses Bild auf der Bahn der 2.4mR-Segler

Tatjana Pokorny am 01.04.2014

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