Régates Royales

Drachen: Schmiddel "Cannes" do it

Hanse-Gründer Michael Schmidt auf der Erfolgswelle: Nach der Schweizer Meisterschaft entschied er jetzt auch die Régates Royales für sich

Tatjana Pokorny am 26.09.2015
Regattas Royales 2015

Régates Royales 2015: Drachenspiele

Michael Schmidt

Michael Schmidt segelt auf der Erfolgswelle: Vor Cannes gewann der ehemalige Hanse-Chef die Régates Royales im Drachen. Zuvor hatte er sich schon bei der Internationalen Schweizer Meisterschaft durchgesetzt.

An der Cote d'Azur ist der für seine Direktheit geschätzte wie gefürchtete Bootsbauer in doppelter Mission unterwegs. Eben erst stellte er bei der Bootsmesse in Cannes seine mintgrüne Brenta 80 DC vor, eine Konstruktion von Lorenzo Argento vom Studio Luca Brenta – eine Art Gegenentwurf zum vergleichsweise winzigen Drachen.

Über das Brenta-Konzept sagt Schmidt: "Das ist die Zusammenfassung meines Lebenswerks." Für das Interieur der schmucken und insbesondere für den europäischen Markt entworfenen 24 Meter langen Yacht zeichnet der mehrfach preisgekrönte Brite Sir David Chipperfield verantwortlich. Gebaut wird das Traumboot in Greifswald. Nummer 2 ist bereits in Arbeit. Ein ausführlicher Bericht über den 80-Fußer erscheint demnächst in der YACHT.

Brenta 80

Trendiges Design: Brenta 80

Parallel zu seinen Yachtbau-Aktivitäten eilt Schmidt auch als Drachensegler von Erfolg zu Erfolg. Mit Malte Philipp und Mario Wagner gewann der Skipper vom Regatta-Verein Elbe Anfang September die Internationale Schweizer Meisterschaft im Drachen. Dabei verwies der mit allen Wassern gewaschene Admiral's-Cup-Sieger von 1985, der nach dem Verkauf von Hanse vor vier Jahren seine Lust am aktiven Segelsport wiederentdeckt hatte, auf dem Zugersee immerhin 22 Konkurrenten aus sechs Ländern auf die Plätze. Das gelang mit vier Tagessiegen und nicht mehr als elf Punkten auf dem Meisterschaftskonto souverän.

Seine gute Form unterstrich Schmidt nun auch bei den traditonsreichen Régates Royales vor Cannes. Im letzten Rennen der prestigereichen Veranstaltung reichte ihm mit Stefan Waack, Mario Wagner und der Serie 3-1-1-4-6-5 auf der "M3", die bereits mit einem guten Punktepolster in die abschließende Wettfahrt gestartet war, Rang fünf, um sich den Sieg zu sichern. "Schmidt is king of the Dragons", titelten die Organisatoren zur Siegerehrung euphorisch. 

Die Mannschaft des Hamburgers Michael Zankel segelte beim Saisonfinale der Drachen im Mittelmeer mit seiner Crew auf Platz vier.

Tatjana Pokorny am 26.09.2015

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