SailGP

Down Under wieder obenauf: Australien dominiert den SailGP

Zum Auftakt des SailGP in San Francisco hat Team Japan den Australiern die Schau gestohlen. Dann aber war Slingsby wieder König in der Segelarena

Tatjana Pokorny am 06.05.2019
SailGP 2019
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Eng, enger, SailGP: diese Szene zwischen Team Asutralia und Team Japan sorgte im Finale für bange Sekunden, ging aber glimpflich aus

Es war ein starkes Comeback, das Skipper Tom Slingsby und sein Team Australia am Wochenende in San Francisco hinlegten. Nach einem schwachen ersten Tag und technischen Problemen besannen sich die Australier am Finaltag auf ihre Stärken und kämpften sich in der SailGP-Flotte der sechs Teams mit überzeugendem Bootshandling und hohen Geschwindigkeiten zurück auf Platz zwei. In einem spektakulären Finale dann dominierte die grün-gelbe Mannschaft aus Down Under die an Tag eins so starken Japaner um Skipper Nathan Outterdige. Das reichte zum zweiten Sieg in der zweiten SailGP-Regatta das Jahres. Mit nun 95 Punkten konnten Slingsby und seine Mitstreiter ihren Vorsprung in der SailGP-Tabelle auf vier Zähler von Team Japan ausbauen. Auf Platz drei liegen die Briten mit bereits 16 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter. Bei der neuen Profiserie auf modifizierten ehemaligen America’s-Cup-Katamaranen geht es um ein Saisonpreisgeld von einer Million US-Dollar.

Nach holprigem Auftakt drehten Tom Slingsby und sein Team den Spieß in der Bucht von San Francisco noch um und bauten ihren Vorsprung vor Team Japan in der Saison-Tabelle aus

„Wir sind begeistert. Es ist kein Geheimnis, dass wir uns die ganze Woche schwergetan haben. Nathan Outteridge und sein Team waren besser“, sagt der am Ende wieder glückliche Laser-Olympiasieger Tom Slingsby. „Doch wir haben die ganze Zeit gesagt, dass wir zurückkommen werden. Und das haben wir getan – spät, aber das Comeback ist tatsächlich gelungen. So haben wir das Match Race und das Event gewonnen.“

SailGP 2019

Die glücklichen Sieger mit Skipper Tom Slingsby (2.v.r.)

Zuvor hatten die Japaner den ersten der beiden Renntage mit drei Siegen in drei Rennen auf eindrucksvolle Weise zu ihren Gunsten gestaltet. Doch am zweiten Tag hatte auch Team Japan mit technischen Problemen zu kämpfen. Outteridge erzählt: „Sobald etwas nicht funktioniert, wird es sehr schwer. Dann ist es wie für einen Autorennfahrer, dessen Bremsen nicht funktionieren. Wir haben im letzten Rennen das Display verloren, das uns die Startzeit, die verbleibende Zeit bis zu den Kursbegrenzungen und das Diagramm zeigt, das unsere Position auf dem Kurs darstellt. Also sind wir das letzte Rennen ,blind‘ gesegelt. Wenn man das alles berücksichtigt, dann sind der zweite Platz und unser Auftritt immer noch gut. Der erste Tag war natürlich der bisherige sportliche Höhepunkt für unser Team im SailGP.“

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Die beiden aktuell dominierenden SailGP-Teams kommen aus Australien (r.) und Japan

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Die Briten scheiterten nur ganz knapp am Finaleinzug, haben sich im Abgleich zur Premiere vor Sydney deutlich steigern können

Verbessert haben sich auch die Briten mit Steuermann Dylan Fletcher, die in San Francisco ihren ersten Rennsieg bejubeln konnten und sich nur aufgrund eines Penaltys um den möglichen Finaleinzug und die Chance brachten, die Australier aus diesem Finale herauszuhalten. Der von Russell Coutts und Software-Milliardär Larry Ellison initiierte SailGP wird am 21. und 22. Juni in New York fortgesetzt.

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Die rote Laterne des Schlusslichts hängt nach zwei SailGP-Regatten im Heck von Team China. Das Team um den sympathischen neuseeländischen Steuermann und Matchrace-Weltmeister Phil Robertson ringt um Anschluss

Hier geht es zu den Ergebnissen der SailGP-Regatta von San Francisco.

Hier geht es zum SailGP-Zwischenstand nach zwei Regatten.

Einblicke ins anspruchsvolle Teambuilding und das Segeln der rasenden fliegenden Kisten im SailGP

Tatjana Pokorny am 06.05.2019

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